Dienstag, 16. Februar 2010

perhentian

so nen mist, jetzt wollte ich gerade nur nen foto von den perhentian islands hochladen und dann das bild fuer sich sprechen lassen, aber der virus hat schon wieder zugeschlagen und ich komme wieder nicht an die bilder ran. ich hoffe mal, dass ich das problem an meinem computer in den griff bekomme, leider hat man im internet cafe immer nur eingeschrengte moeglichkeiten.
also, ihr muesst euch einfach eine tropische insel mit weisen straenden und palmen vorstellen, jetzt noch die ganzen touristen weg, waren nicht so viele, so, und jetzt noch den perfekten sonnenuntergang und jetzt habt ihr ne idee wie und wo wir die letzten tage unsere seele haben baumlen lassen. dazu, kommt unsere huette direkt am strand, nur ein paar schritte ins meer, ein paar weitere und das schnorchelzeug kann eingesetzt werden. ich dachte ja immer so ne insel wird langweilig, aber ich war jeden tag ewig schnorcheln und habe ganz viele nemo fische - ist ja eigentlich nen clown fisch, aber seit pixar da mal so nen film gemacht hat, ist nemo fisch wohl das gelaeufigere wort - und noch ganz viele andere fische, corallen und auch haie gesehen, die waren aber nicht so gross, hab mich aber trotzdem wie die sau erschrocken als das vieh auf mich zu geschwommen kam. schildkroeten solls da auch geben, die wollten wir eigentlich heute anschauen aber uns ist das glueck ein bisschen abhanden gekommen, und das obwohl wir seit torres del paine nen hufeisen mit uns rum tragen. erst musste ich zum arzt, schon in kuala lumpur, weil meine magen darm geschichte ernst wurde und heute, eine woche spaeter, musste lena zum arzt wegen einer eitrig entzuendeten wunde am wadenbein. jetzt bin ich grade durch mit meine antibotika, da hat lena ne volle packung bekommen. die krankenhaeuser sind hier echt der hammer, ich hatte 18 euro umgerechent bezahlt und lena 3 euro, die medizin war in beiden faellen in der rechnung beglichen. wenn ich da an usa zurueck denke, da hatte ich 970 US$ bezahlt und der arzt hatte mich im vorbeilaufen angeschaut und die medikamente musste ich noch extra bezahlen. hier koennte die usa echt noch was lernen von einen vergelichsweise armen land. die medizinische betreueung war echt gut. ok, das war der grund warums keine schildkroeten gab, aber egal.
zwischen kuala lumpur und den islands waren wir im hochland malaysias, den cameron highlands. hier liegt das gemuese, erdbeer und teeparadies des landes. riesige plandagen an denen gehackt, gepflueckt und geschnitten wird ums dann ins ganze land und ueber die landesgrenzen hinaus zu verteilen. bei kurzen kontakten mit den menschen erfahren wir, dass viele arbeiter aus bangladesch stammen, malaysia ist eins der relativ reichsten laender, arbeiten lohnt sich hier.

jetzt sind wir in kota bharu, an der malayischen grenze zu thailand und fahren morgen weiter zum klettern. das wird gut.

drueckt die daumen dass die bilder nicht verloren sind.
LG

Sonntag, 7. Februar 2010

kulturschock

der erste morgen... es ist laut, die haendler in der nebenstrasse rufen in sprachen die uns fremd sind, es ist noch dunkel, im zimmer ist es unangenehm kuehl von der klimaanlage, die sich nicht regulieren laesst. der 24 stunden flug durch zwei naechte und einen tag hatte uns zwar gut schlafen lassen, trotzdem fuehlen wir uns wie geraedert.
wir sind in chinatown in KL (kuala lumpur, malaysia), alles ist fremd, die vertrautheit mit suedamerika ist dahin. auf der strasse schlagen uns gerueche entgegen, die ungewohnte intensitaeten haben. die schwuele luft laesst uns dann doch die klimaanlage wieder vermissen. - kurz: kulturschock.
gluecklicherweise haben wir gleich am ersten abend noch leute getroffen, die uns ein bisschen mit information versorgten. so kam es, dass wir uns gleich einen hinduistischen tempel anschauten, was im zusammenhang mit dem markt die kuturelle veraenderung besiegelte. batu cave ist eine riesige hoehle in der sich mehrere kleinere hinduistsche tempel fuer verschiedene gottheiten befinden. die kalksteinhoehle wuerde auch prima zum klettern funzen, allerdings ist sie ganz in der hand der moenche ;-)
mit der hauptreligion islam, dicht gefolgt von hinduismus, buddismus und irgendwo auch christentum, laesst das strassenbild schon sehr gemischt und bunt anschauen. wundervoll bunte saris und muslimische gewaender neben der europaeischen kleidung der chinesisch- und andersstaemmigen und der touristen. multikulti.
KL ist aber auch wie jede andere grossstadt, nur merkt man hier wie stark malaysia darauf wert legt, dass KL auch wirklich westlichen standart erreichen will. der stolz schwillt ueber wenn es um die petronas twin towers geht, die bis 2003, oder 4 is ja auch egal, die hoechsten gebaeude der welt waren. wir haben in ihrem inneren zwischen den ganzen markenlaeden wie armani und gucci immerhin eine gute photoausstellung gefunden... und nachdem morgens um halb 9 schon alle 1700tickets fuer den sky bridge visit weg waren, haben wir auch das gelassen. dafuer wieder hop on hop off durch die city.
tja, jetzt stehen wir am anfang einer neuen reise und sammeln informationen und unser erstes visa (thailand). aber je mehr informationen  und ideen man kriegt, desto mehr will man auch sehen und  schon scheinen die 4 monate wie eine eine pusteblume...

in diesem sinne "stay tuned"! -
georg und lena

fotos gibtes es jetzt auch fuers erste wieder.




 

  

 

  

 

 




Dienstag, 2. Februar 2010

kurz vor weg und weiter

Ey, Buenos Aires rockt - und macht voll schlank, ganze 20 kilo in 5 min - nagut, ganz so schnell gings dann doch nicht, der ganze Kram musste ja erstmal gepackt und zur Post gebracht werden. In unseren Trekking-rucksaecken herrscht ohne das ganze campingzeug nun gaehnende Leere. Allerdings haben wir nun ja auch wieder das Kletterzeug dabei.
Die letzten Tage hier in BA haben wir sehr genossen und fast wie in Patagonien kanns hier regnen wenn die Sonne scheint, also schonmal was bekanntes. Hier sinds jedoch die Klimaanlagen, die bei der hier herrschenden schwuelen Waerme die Gehwege berregnen - eher weniger angenehm. Die Stadt hat sehr viel Charme, das Gewirr der engen Einbahnstrassen im Zentrum wechselt mit bis zu 14spurigen Prachtstrassen mit herrlichen Baeumen und fuer uns sehr chaotischen Kreuzungen, die alte spanische, italienische und franzoesische Architektur praegt das Stadtbild, die immer volle Fussgaengerzone mit vielen Staenden, die ihre Wahre und Kunst auf Decken feilbieten, um noch den schnellen Pesos zu verdienen, dazu der Handwerkermarkt am Wochenende im Stadtteil San Telmo. Und wies Hauptstaedte so ansich haben, erinnern viele kleine und grosse Parks und Denkmaeler an allerlei wichtiges historisches Personal.
Wir haben uns auch den, nicht nur wegen des Fussballvereins sehr bekannten, Stadtteil La Boca angesehen. Das historische Hafen- und Arbeiterviertel hat seit anbeginn mit viel Farbe und Tangokultur in Buenos Aires von sich reden gemacht. Allerdings findet der Tourist eine scheinbar uebertriebene Renovierung und Bemalung um einen Plaza herum, wies wohl mal gewesen sein soll. Die Farben machen Spass und die wirklich mit viel Liebe gepflegten historischen Kneipen haben flair, aber die Touristenhascherei (kommt essen hier, mit Tangotaenzern fotografieren lassen da) macht dagegen keinen Spass. Wir sind ein paar Strassen weitergelaufen und dann auch mit dem Bus durchgefahren und fuehlten uns garnicht gut, den Menschen von oben herab, aus dem citytourbus, in die Hoefe und Wohnungen zu schauen.
Den Glanz des Tangos, der hier immer und ueberall ein Ausdruck von Freude und Leid gewesen ist, haben wir am meisten spueren koennen, wenn es sich auf dem Markt um eine kleine Flaeche scharrt, mit Musikanten und Taenzern und die porteños (Menschen aus Buenos Aires) oder andere Argentinier in wohl alter und angeborener Manier die Leistung loben und beklatschen. Vieles hat sich wohl aber schon seit langem von der Strasse in die Theater verlagert und ist zu Tangoshows mutiert.
Nach mehrern Runden mit dem hop on and off citybus haben wir dann auch ganz unterschiedliche Stadtteile gesehen und waren ganz typisch essen. Wir glauben, hier kann man sich wohlfuehlen. Auch wenn einem die ewig lauten und stinkenden Busse auf die Nerven gehen und es traurig zu sehen ist, wie Menschen Muellberge durchwuehlen und sortieren muessen, um ein paar Pesos zu verdienen, die vielen Obdachlosen... La Boca und andere aermere Viertel stehen im krassen Gegensatz zu neu und modern gestalteten Vierteln, wie dem alten Hafen.

Unsere 3 Monate hier sind nun leider um. Vieles haben wir nicht gesehen, vieles will noch gesehen werden. Das naechste Mal mit mehr Spanischkenntnissen! Die ganzen hier erlebten eindruecke sind schwer in einen Blogbeitrag zusammenzufassen. Wir denken aber ein schoenes persoenliches Bild von Patagonien bekommen und auch die Mentalitaet der Chilenen und Argentinier erlebet zu haben und zudem Lust auf mehr Suedamerika.

Jetzt muessen erstmal weitaus unbekanntere Kulturen und Religionen verstanden werden. Etwas wird vielleicht leichter: keiner erwartet mehr, dass wir die Landessprache sprechen koennen.

Wir sind ganz gespannt.
Tschuessi, ´s geht weiter.

Sonntag, 31. Januar 2010

ratzfatz nach BA

ueberraschend spannend waren die letzten tage. endlose weite, die viel mehr abwaechslung bot, als uns so viele davor berichteten. eine letzte wanderung in patagonien und fieber, hitze und ein sturm mit stuerzenden baeumen.
von el calafate sind wir dann in den 33-stunden-bus nach el bolson gestiegen, der durch die auf argentinscher seite der anden liegende endlose patagonische pampa ging, auf der legendaeren ruta 40. uns wurde ein flug empfohlen, um nur ja die langeweilige pampa auszulassen, aber auch wenn der flieger nicht viel teurer war kam es fuer uns eigentlich nicht in frage, wollten wir doch die pampa sehen, die auch ein teil patagoniens ist. in den bus eingestiegen wurden wir auch gleich mit einem grossen und weiten sonnenuntergang belohnt. die folgenden auf- und untergaenge der daraufflogenenden tage versuchten diesen noch zu uebertreffen. das so "langweilige weite nichts" wechselte eigentlich staendig sein aussehen und es gab immer wieder dinge zu entdecken, bis hin zu ploetzlich auftauchenden schluchten, in denen oasen einen herrlichen kontrast boten. ich war schon fast traurig machmal so schnell mit dem bus vorbeizufahren. gegen ende waren wir dann aber auch froh aus dem bus raus zu kommen, wir geben es ja zu, zumal auf diese schotterpiste nicht die neusten und bequemsten busse losgelassen werden.
in el bolson angekommen, die herrlichen temperaturen geniessend, schliesslich waren wir zwar schon die ganze zeit im sommer unterwegs, aber auf feuerland waren es immer so um die 10 C, schlenderten wir mit kurzen klamotten durch den beschaulichen ort. am naechsten tag ging es dann weiter zu unserer letzten wanderung, wir merkten aber beide, dass unsere wanderlust erst mal fuer laengere zeit aufgebraucht ist, also meine bestimmt. der rio azul war aber ein schoener abschluss mit seiner 40 meter tiefen schlucht, die so schmal ist, dass man sie oben mit einen schritt ueberqueren koennte, allerdings doch die sehr wacklige bruecke vorzieht. echt beeindruckend, und das klare wasser in diesen massen, eine einladung zum baden, war ein schoener abschluss.
leider bekam ich dann am naechsten tag fieber und mir war unwohl, was meine schlechte trekkingperformance der vortage erklaeren wuerde, denn ich musste ganz schoen arbeiten lena hinterher zu kommen (is ja nicht normal sowas). in der letzten nacht auf dem campingplatz kam das fieber dann aber noch mal richtig und so richtig schlafen konnte ich nicht, also die chemie ran in form von paracetamol 500, dank an lenas mutti, und ich dachte schon nun kann ich wenigstens die letzten vier stunden schlafen, aber leider wurde der wind immer staerker, was die baeume bedaenklich klappern lies. eine halbe stunde spaeter, so nachts um 4 rum, passierte es dann auch fuenf meter von uns entfernt. direkt neben dem zelt unserer nachbarn schlug krachend ein baum ein. zum glueck war nichts passiert, aber an schlaf war jetzt auch nicht mehr zu denken. verunsichert vom wind suchten wir schutz unterm toilettenvordach, lecker, bis der wind drei stunden spaeter nachgelassen hatte,
voellig uebermuedet gings dann in den letzten bus nach buenas aires, in dem wir dann beide sofort in tiefen schlaf fielen.
in BA angekommen hatten wir noch am gleichen abend das glueck eine kleine tango stunde zu bekommen. kennt ihr den moment wenn ihr einem kleinen kind die muehe anerkennen wollt, es aber eigentlich klaeklich war. so ein laecheln wurde mir zuteil, noch nicht in der tango stunde, aber unsere lehrerin lud uns dann den darauffolgeneden abend zu einer tango show ein und der einladung kamen wir auch nach. gegen ende der show wurden dann ein paar personen aus dem publikum von den taenzern aufgefordert. und ja, richtig, ich wurde auch aufgefordert, von meiner lehrerin - ihr koennt euch denken es ging nichts und ich erntete dieses voellig von mitleid motivierte laecheln - schoenen dank. als ob dies nicht genug war wurde lena nach der show von mehreren personen ein gutes koerper und tanz gefuehl bescheinigt, na toll.

fuer alle, die auf bilder hoffen. sorry, aber wir haben uns einen computervirus auf unserer memorycard eingefangen. ich hoffe mal das ich das hin bekomme ohne bilder zu verlieren. aber erst mal koennen wir keine mehr hochladen.

schuessi
lena und georg

Donnerstag, 21. Januar 2010

Feuerland - ein Ende der Welt

Nun laufen uns schon langsam die Tage davon und wir koennen bald nur noch zurueck an Patagonien denken. Aber vieles hielten und halten die letzten Tage noch bereit.
Als wir uns endlich von Punta Arenas losreissen konnten wars wie ein neuer Start, noch einmal los, um unsere Reise hier in Patagonien abzuschliessen. Mit der Faehre haben wir nach Feuerland uebergesetzt, ganz gebannt was uns erwartet bzw wie wir vorankommen wuerden. Fuer alle Faelle Essen fuer ein paar Tage im Gepaeck, man weiss ja nie. Aber auch wenns leicht zaeh war, sind wir aus Porvenier, dem einzigen wirklichen chilenischen Ort auf Feuerland, gut weg gekommen. Unentwegt die vorbeiziehende Landschaft von der Ladeflaeche eines kleinen Lasters betrachtend vergingen 3 Stunden, gefuehlte eineinhalb. Weiter bald bis zur Grenze, und dank einer sechskoepfigen franzoesichen Familie, die jetzt in LaPaz/Bolivien lebt, sogar noch darueber hinaus und -zack- waren wir am Abend dann doch schon in Rio Grande, Argentinien. Untergekommen im Club Nautico, einem Paddelclub, super nett, mit Kueche und Tischtennis in der Bootshalle, witzig.
Weiter nach Ushuaia war hartes Brot. Aus einer grossen Stadt hinaus zu trampen... ueber 3 Stunden, dann endlich ein schweigsamer Lastenfahrer. Die Gegend wandelt sich auf der Fahrt nach Ushuaia, wo uns im Norden noch weite Pampa umgab, zeigt sich ein fliessender Uebergang hin zu bewalteten Huegeln und schliesslich queren wir die Bergkette am Beagle-Kanal und erreichen Ushuaia, die suedlichste Stadt der Welt.
Fuer uns ist hier tatsaechlich der suedlichste Punkt unserer Reise erreicht, unsere Blicke schweifen zwar ueber den Kanal zur Isla Navarino (Chile), und die Gedanken noch weiter nach Kap Horn, aber das ist alles nicht mehr bezahlbar. Vielleicht ein anderes Mal mit eigenem Segelboot... im Hafen liegen grosse und kleine Segler aus aller Welt und ein Schlendern ueber den Steg gibt Einblick in eine noch ganz andere Weise des Reisens.
Wir sind leider etwas planlos in Ushuaia und bis wir eine Idee bekommen was uns hier interessieren koennte haben wir uns leider schon die Spontanitaet verbaut und einen Bus gebucht, der uns auf Umwegen unserem Flieger entgegenbringt.
Wir geniessen die Ruhe Ushuaias auf dem Campingplatz, bestaunen die kleinen bis sehr grossen Allrad-Camper (meine Guete...) und beschliessen, das waer auch nochmal was - also die kleine Variante. hm... Im alten Gefaengnis, dem jetzigen Museum, verbringen wir viel Stunden.
Nun sind wir nach einem laangen Tag im Bus wieder auf dem Festland angekommen. Ein erneuter Stop in El Calafate und der zuvor verpasste Besuch am Perito Moreno Gletscher wird nachgeholt. Ein beeindruckender Gletscher. Wir sehen die Brocken mit Getoese stuerzen und diesmal ist es nicht schlimm, weil es einer der wenigen Gletscher ist die wachsen; alles was im Sommer faellt waechst im Winter noch schneller nach. Allerdings waechst auch hier der Megamassentourismus und so teilen wir das Geschehen mit vielen Menschen und deren Kameras. Wir waren trotzdem begeistert.
Heut abend gehts nun weiter nach Buenos Aires, nur noch ein kleiner Umweg ueber die Ruta 40.

Hier nun die letzten Gruesse aus Patagonien mit Wind und Sonne.
Georg&Lena


oh... Bilder folgen, der Computer will nicht.

Montag, 11. Januar 2010

Torres del Paine

1 kilo schokolade, acht packungen kekse und noch viel mehr essen hatten wir fuer unsere acht bis zehn tage torres del paine rundwanderung mitgenommen. am ende wurde es knapp.
eigentlich hatten wir ja schon die patagonische wettererfahrung gemacht: einfach loswandern und nicht auf gutes wetter warten, da man schon verloren hat, wenn man hier auf stabiles wetter wartet, aber irgendwie, warum auch immer, hatten wir uns diesmal den wetterbericht angschaut: es sollte nur regnen und echt schlecht werden, also hatten wir unseren start einen tag nach hinten verschoben. am eigentlich geplanten tag schien dann aber strahlend die sonne, nur der wind war sehr stark. den fruehen bus hatten wir nun aber verpasst, was uns ein bisschen angenervt hatte. der spaete bus war dann auch noch ne stunde zu spaet, was uns unruhig  machte, weil wir ja auch noch etwas laufen wollten. die busfahrt dauerte drei stunden, aber um sieben uhr abends ging es dann los, der wind hatte auch nachgelassen und motiviert vom ganzen tag warten sind wir auch noch in das campamento las torres raufgelaufen und haben die torres bei sonnenuntergang und wolkenfreien himmel bestaunen koennen. am naechsten morgen sollte unser glueck anhalten, es hatte nur wenig zu gezogen und wir sind puenktlich, 5 uhr fruehs, zum sonnenaufgang wieder am  aussichtspunkt gewesen. unser  fruehes aufstehen hatte sich gelohnt und wir konnten die torres abermals fast wolkenfrei bestaunen, aber dieses mal in herrliches rotes licht getaucht und spaeter mit einen bilderbuch regenbogen ueberstrahlt - fantastisch.
die naechsten, laut voerhersage, regenreichen tage, waren ebenfalls sonnig und machten die wanderung sehr  angenehm. die langen tage nutzten wir und legten manch etappe zu einer zusammen, was uns schon am vierten, an statt am sechsten,  tag den "schlimmen" pass ueberqueren lies. der war aber ganz lieb nur der wind war mal wieder patagonisch umwerfend. der blick vom pass hinab auf dem gigantischen grey gletscher, der sich vom campo de helio sur (das suedliche patagonische eisfeld) ins tal schiebt, war sagenhaft. wir mussten erst mal eine ausgiebige pause machen, um den gletscher zu bestaunen und mehr von unserem essen zu essen, da es ja wie gesagt knapp wurde mit den tagen, um das essen auch aufzuessen. gut gefuettert kamen wir dann im camp direkt an der abbruchkante des gery gletschers an und beschlossen hier einen tag pause zu machen, um noch mehr von den spannenden mometen, wenn der gletscher kalbt (so de fachbergriff ), zu erleben, welche am ersten abend so zahlreich waren. das ist schon echt stark wenn da so krachend und wasserzerstaeubend ein riesen stueck eis in den see stuerzt und die abbruchkante in verschiedenstem blau erscheint. ich weiss, eigentlich sollte es einen in diesem moment die scharmesroete is gesicht treiben da man ja so tatkraeftig an der globalen erwaehrmung mitgewirkt hat - aber macht euch keine sorge es hat laut und kraeftig gekracht und war super, wir (also vorallem ich, georg) haben ueber beide ohren gestrahlt und fand es einen guten ersatz fuer die verpassten silvester knaller. allerdings war dann am naechsten und pausentag nicht so viel los, zu beruhgung aller naturschuetzer, hoffe ich mal. am abend  sind wir dann mit bauschmerzen vom vielen essen eingeschlafen.
am naechsten tag sind wir ins valle del frances, wo zu unserer freude der naechste gletscher wartete und eine lawine krachend nach der anderen ins tal rollte. sehr gut. bis hoch ins nicht so ueberlaufene campamento britanico und im laufschritt rauf auf den pass, um noch mal einen blick auf die torres von der rueckseite zu bekommen. viel zu spaet waren wir leider los und mussten dann im dunklen ins camp zurueck stolpern. aber alles gut.
so voll geladen mit tausen eindruecken, ging es die letzten zwei tage zum bus zurueck und wie sollte es anders sein am letzten tag, dem einzigsten an dem sonne vorhergesagt war, regnete es. patagonia.

was noch vom park geblieben ist:
ein fader beigeschmack. der hohe eintrittspreis, 30 US$, waeren in ordnung, wenn man sehen wuerde dass das geld auch ankommt, aber anstatt das geld in die voellig ueberfuellten camps zu stecken bzw. die wege zukunftsicher, also nachhaltig, anzulegen, versickert das geld sonst wo bzw. laesst riesige lodgeanlagen entstehen. es ist echt schade im ganzen park die errosion zu sehen und manche camps mit oeffentlichen toiletten verwechselt vorzufinden. es kommen viel zu viele leute in den park, die nicht unsere naturfreundliche erfahrung und ein entsprechendes verhalten mitbringen koennen und im moment wird mit der natur kein nachhaltiger tourismus betrieben, der den wachsenden besucherzahlen gerecht wird. vielleicht sollte eine aehnlich komplizierte regulierung wie fuers klettern her, bei der mit permits und anmeldung bzw. begrenzter anzahl von leuten gearbeitet wird, allerdings bringt der park dann nicht mehr so viel kohle ein.
vielleicht gehoert der park ja bald wie dresden zu einem der ehemals geschuetzten UNSECO dinge dieser welt.

in diesem sinne. ich hoffe dass ich mit dem letzten absatz keinen die lust auf einen besuch verdorben habe, es lohnt sich.

lena & georg

silvester im hostel independencia




























die torres del peine














nochmal, mit leichtem regenbogen














sturm auf den pass














sturm auf dem pass














der grey gletscher




























die cuerno felsen im valle del frances

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Cabo Froward

Hóla hóla
nu kann uns mal nen richt´ger Stein vom Herzen fallen. Plopp! Unsere Rechnung ist voll aufgegangen, zurueck von der Wanderung liegen unsere Karten abholbereit auf dem Tresen. Yippiii. Auf die Post hier ist Verlass. Nach unserem spaerlichen Weihnachtsfest werden wir jetzt so richtig Silvester feiern ;)

Haben die letzten Tage eine wunderbare Wanderung gemacht. Zum suedlichsten Zipfel des amerikanischen Festlandes, Cabo Froward. Nachdem unser Guidebook sagt, ist nur mit local guide moeglich, hat uns unser Host vom Hostel mit Tips versorgt und auf die Reise geschickt. Wer mal in Punta Arenas ein Hostel sucht, Hostel Independencia is the place to go! Herrlich, der Hof ist proppenvoll mit Zelten, die Raeumlichkeiten maximal ausgenutzt, also eng und viel Leute, aber urgemuetlich, super Duschen (daran werden die Hostels bei uns gemessen), alles da und ein supernetter Hostmensch.

Der Weg zum Cabo fuehrt weitestgehend an der Kueste entlang und Strecken durch den Wald fuehren um felsige Abschnitte herum. Nachdem wir gehoert hatten, dass die Pfandfindung Pfadfinderleistungen abverlangt waren wir ueberrascht, dass ueberall die rosa Baendchen baumeln und matschige Strecken mit Baumstaemmen befestigt sind. Der abenteuerliche Trail wird also auch bewerkelt und idiotensicher gemacht. Einziges Hindernis koennten die Flussquerungen bleiben. Wer allerdings weiss, dass es Ebbe und Flut gibt, kann sich denken wann man schwimmen muss oder nur bis zu den Knieen nass wird. Mit schwerem Rucksack empfiehlt sich letzteres. Wir sind super durchgemommen, 32 Km Kueste mit Sand- und Kieselstrandgelatsche oder felsigem Geklettere im Wechsel mit Urwaldpfaden, die auch einiges an Handanlegen, Arschgerutsche und Ubersteigungskuensten fordern. Die Spinnenweben im verschwitzten Gesicht sagen aber auch, dass sich nicht viele Menschen hierher verirren. Wege ueber Hochmoore federn angenehm.
Das Cabo Froward ein wunderschoener nicht begehbarer Felsen, allerdings ein Gipfel dabei, der unuebersehbar mit einem gigantischen Kreuz gekennzeichnet ist, weil der Papst Juan Pablo II war ja mal hier, 1987, oder so. Der Blick von dort oben ist windgepeitscht. Ploetzlich nicht mehr an der windgeschuetzten Ostkueste des Kaps, sondern dem Wind von Westen ordentlich ausgesetzt, goennen wir uns eine Kap- und Gipfelschoki und versuchen uns der Bedeutung dieses Ortes bewusst zu werden bevor wir uns auf den Rueckweg machen. Nach zwei Tagen reinwandern gehts an Tag 3 und 4 zurueck. Gluecklicherweise verirren sich tatsaechlich Autos an das Ende der Strasse, sodass wir bis nach Punta Arenas zuruecktrampen.
Sehen wohl recht erschlagen aus, denn zwei liebe Hollaender laden uns zu ihrer Abendessenkreation ein, super nett, wir hatten sie in Puerto Natales schon getroffen und mit ihnen geschnackt.
Heute der 31.12.09. Gleich gehts Einkaufen fuer die Festlichkeiten. Unser Host bekocht das gesammte Hostelinnenleben, ein typisches chilenisches Gericht. In riesigen Toepfen gibts in Weinsosse gekochtes vielfaelltiges Seafood mit Kartoffeln und Fleisch. Hab den Namen vergessen, aber hoert sich gut an.
Wir hoffen, ihr feiert alle schoen und kraeftig und rutschelt gesund und munter ins neue Jahr.
Wir denken an euch.


 
 
 
 
 

Samstag, 26. Dezember 2009

Feliz Navidad

Wir wuenschen euch von ganzem Herzen ein frohes Fest gehabt zu haben, mit all euern Lieben um euch herum. Und wir hoffen, es war geruhsamer und entspannter als es am ende bei uns war ;)

Aber man faengt ja immer von vorne an zu erzaehlen... Ist uebrigends mal wieder my turn zu schreiben, wo Georg die letzten Male dran war.

In den letzten Tagen haben wir unseren kleinen aber wichtigen Schwenk ueber Argentinien gemacht. Unsere Grenzquerung war wunderschoen, allerdings bis auf den argentinischen Grenzbeamten auch etwas unspektakulaer. Der hat sich wohl eine Freude gemacht die armen Leute, die sich gerade mit oder ohne Rad ueber den Trail gekaempft haben und nun zwar nicht auf Einbuergerung aber doch auf ein Touristenvisa hoffen, zu verunsichern. Wir wurden von den anderen schon vorgewarnt und hielten tapfer den vergleichenden Blicken (Passbild) stand und konnten sogar Namen, Geburtsdatum und Passnummer auswendig aufsagen... Irgendwie ne witzige aber niedliche Situation.
Eine Ubernachtung am Lago del Desierto, bevor wir uns auf die Trails rund um den Fitz Roy gestuertzt haben. Unser wie ueblich umfangreiches Verpflegungsgepaeck erlaubte uns die Strecke bis El Chaltén auf den Wanderwegen abseits der Strasse. Hier haben wir unsere erste Begegnung mit dem patagonischen Wind gemacht. Auf unserem ersten Abstecher zum Lago Eléctrico hats uns ganz schoen versetzt, mal weiter nach vorn als wir wollten, mal neben den Trail oder auch mal zu Boden, um die Boe in sicherer Position an einen Felsen gekrallt abzuwarten.
Weiter haben wir uns zum camp Poincenot durchgeschlagen, Wind und spaeter einsetzender Regen haben uns nicht entmutigen koennen, wir waren immer erstaunt ueber blauen Himmel ueber uns und Regen um uns. Allerdings, wenn der Regen waagerecht faellt, ist ja egal aus welcher Wolke.
Der naechste Morgen: Fitz Roy und Kollegen in strahlendem Sonnenschein, nix wie hin. Gewaltige Felsen, von duennen Wolken umwoben, und viele Leute die ihr Glueck nach dem vorherigen Tag wie wir nicht fassen konnten. Gleich weiter, um noch einen Blick auf den Cerro Torre zu erhaschen...? Nee... der war schon wieder in den Wolken, und weiter nach El Chalten um zwei Naechte und einen langen Regentag dort und im Zelt zu verbringen. Cerro Torre muss aber gesehen werden. Wir campen am Lago Torre und haben schon am naechsten Tag Glueck, so ein Glueck... Georg hoert nicht auf im Kreis und auf und ab zu springen vor Freude. Mit einer spektakulaeren Flussquerung, am Statikseil entlang gehangelt, eisiges Wasser unter uns und immer dicker werdenden Unterarmen, erobern wir uns einen Pfad bis hin zum Gletscher, toll.
Alles gesehen koennen wir schon am 24. runterlaufen und versuchen bis El Calafate zu kommen, drei Stunden im kalten Wind gewartet und schliesslich gegen 6 angekommen. Garnicht nach Weihnachten zumute. Das Telefonat mit Family wunderbar, unsere Maegen knurren beim Gedanken an Karpfen, alle anderen hier Grillen, wir sind k.o. und fallen nach Reis und Tuetensuppe in die Heier.
Die Nacht ueberrascht uns mit einem gewaltigen Feuerwerk, die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Ich kann nur mal kurz aus dem Zelt schauen und ein, zwei Raketen erblicken um dann gleich wieder neben Georg einzuschlafen. Unser Heilig Abend ;)
Am ersten Weihnachtstag ist die Aufgaben bis Puerto Natales und so wieder nach Chile zu kommen, da uns Calafate nicht haelt und unsere Argentinischen Pesos nicht weit reichen, nicht fuer den Bus... Trampen. Ein freundlicher Señor bietet uns an uns fuer 20 Pesos bis zur Grenze mitzunehmen. Haben gedacht, super, ist ja nicht viel was er will (5Dollar) und sind dann halt auch weit gekommen. Angekommen in Rio Turbio wollte er dann 200! Holt dann die Police als wir ihm nicht mehr als 20 Pesos und 7 Dollar geben wollten und ihm dann auch noch meine Schrottuhr verweigert haben, auf die er irgenwie scharf war. Die Police hat ihm dann aber klar gemacht, darf eh kein Geld nehmen wegen Sicherheitstandards und sowieso. Wir sind dann ganz schnell davon! Wie um den Landsmann zu entschuldigen, nimmt uns eine 5koepfige Familie im kleinen PKW mit, wir werden mit Empenadas gefuettert und zum Abschied wird uns Kuchen und Bier angeboten, so herzlich, dass es nur guttut.
Ab ueber die Grenze fuehlen wir uns ploetzlich wieder wie Zuhause.
Eine Nacht in Puerto Natales auf einem sehr freundlichen Campingplatz und gleich gehts nach Punta Arenas, mal schauen ob unser Plastikgeld angekommen ist...

Uns geht es supi, von unserem misslungenen Heilig Abend haben wir uns erholt und freuen uns auf die naechsten Tage. Fuer Torres del Peine werden wir zurueckkehren nach Puerto Natales, aber von zukuenftigem spater ;)

Wir gruesse euch, guten Rutsch!
Lena und Georg


Erwanderte Grenzquerung


Windkanalfeeling am Lago Electrico
Fitz Roy
Flussquerung zum Torre-Gletscher
Cerro Torre - rockt!Heilig Abend an reich gedeckter Tafel

Mittwoch, 16. Dezember 2009

dies und jenes



da heute die faehre aufgrund des wetters nicht faehrt haben wir noch mal ein bisschen zeit zu blogen.

kulinarisches

am anfang mussten wir uns erst mal zurecht finden was jetzt hier gut schmeckt. es hatte ein bisschen gedauert bis wir wussten was empenadas sind - teigtaschen mit kaese befuellt - aber mittlerweile ist dies eine beliebte fast food gelegenheit.
zum fruehstueck gibt es meistens haferflocken mit apfel, rosinen, milchpulver und warmen wasser, wenn wir glueck haben, haben wir noch honig. lecker. zum glueck haben wir das noch nicht ueber.
mittags kaufen wir meistens pan, also brot, was aber mehr nach broetchen ausschaut und im speziellen hallullas genannt wird, belegt mit kaese.
abends gibt es im wechsel reis, kartoffelbrei (da geht lena voll drauf ab) und natuerlich nudeln. ihr merkt schon is sind eher die normalen "unterwegs" gerichte. zu unseren favoriten gehoert guacamole. man nehme zwei frische leckre avocados, halbe zwiebel (in deutschland vielleicht auch ne ganze, die zwiebeln sind echt super gross) und eine tomate. das ganze dann zermatchen und salzen und peffern und mit ein bisschen zitronen saft abschmecken. die zitrone haben wir nicht immer, aber voll lecker.
ach, und gestern haben wir uns so was wie nen christstollen geleistet, war gut aber nicht wie nen richtiger.

was wir bis jetzt noch nicht hatten, aber schon viel geshen und auch noch hoffen in den genuss zu kommen, ist asado - die patagonische art zu grillen. dabei wird ein ganzes schaf am spiess am feuer ueber mehrere stunden gegrillt.











menschen

die chilenen sind immer sehr hilfsbereit und nett. uns wurde aber berichtet, dass die arbeit auch gerne mal auf morgen verschoben werden kann und ein "jetzt" nicht unbedingt jetzt bedeutet aber ein sofort schon. die erfahrung hatten wir aber noch nicht gemacht, wie der geldautomat in coihaique unsere kreditkarten geschluckt hatte meinte der bankangestellte wir sollten um 1:30 uhr wieder da sein und da dacht ich schon nach den erzaehlungen "ob das klappt", aber es war alles da. also vielleicht sind die vorurteile nur halb so schlim.
fuer erstaunen sorgt immer wieder unser camelbag. die kinder sind da aber auch ganz unbedarft und kommen einfach an uns stoeren sich auch nicht an sen mangelnden spanisch kenntissen.











bilder

die patagonische berge haben die tiefsten schatten und die hellsten bergspitzen, das licht ist einfach beeindruckend es ist wirklich schwer oder unmoeglich die moment in ein foto zu bannen. wir schauen den schnell ziehenden wolken hinter her und sind immer wieder von neuen lichtzeichnungen ueberreacht.





















tiere

vorgestern hatten wir das glueck ein huemhul zu sehen, nach dem condor das zweite chilenische wappen tier. sonst sehen wir auch zahlreiche uns unbekannte tiere, vorallem voegel.












nachruf

viele die mit mir schon urlaub gemacht haben kennen ihn: meinen weissen teller, der so schwer ist. nun habe ich ihn gestern ein mal mehr fallen gelassen und die emaille ist gesprungen. ich denke, ich werde mich von ihm trennen, auch wenn es mir nicht leicht faellt, schliesslich war er bei allen groesseren urlauben mit. letzten endes ist es aber auch gut fuer die gewichtsoptimierung.

per anhalter durch patagonien


jetzt haben wir schon einige mails bekommen, dass wir schon lange nichts mehr von uns haben hoeren lassen. dabei sind wir jetzt endlich mal in einer gegend unterwegs wo das internet spaerlicher gesaeht ist.
aber zurueck, wir sind vom paddeln ueber puerto montt nach chiloe, chiles groesster insel, und konnten es bei schoensten wetter erleben. dabei dachten wir schon, dass wir vollends opfer von el niño sind. aber mittlerweile ist der winter direkt in den sommer uebergegangen, was nicht bedeutet, dass nur die sonne scheint aber wir sind ja auch in patagonien.
nach dem wir von quellon wieder aufs festland uebergesetz hatten, sind wir durch die in diesem jahr von einen vulkan zerstoerte stadt chaiten gefahren bzw. haben dort angefangen die "carretera austral capitano augusto pinochet" (oder einfach carretera austral) richtung sueden zu trampen, was uns wirklich viel spass macht, da wir langsamer geworden sind und mehr zufaellige begenungen mit leuten aus aller welt und noch viel mehr aus dieser gegend haben. durch eine dieser begenungen sind wir auch zu gerd und lilly gekommen. die beiden sind vor sieben jahren nach patagonien ausgewandert, nachdem lilly mit neun jahren mit ihrer familie auf grund des damaligen regiemes nach deutschland fluechtete. es wahren zwei herrliche tage abseits der carretera (georg mit zwille auf hasenjagd...).

- kleine notiz am rande, immer mit kreditkarten unterschiedlicher banken unterwegs sein. weil die DKB dachte es gibt ein neues sicherheitsmerkmal auf kreditkarten hat sie uns beiden neu zugesendet und die alten gesperrt. da haben wir erst mal ganz schoen in die roehre geschaut. good old traveler cheques haben uns dann weitergeholfen. allerdings ist das schon bloede so ohne plastik geld. was wir haben muss nun erstmal reichen. hoffen, wir kommen gleichzeitig mit unseren neuen karten in punta arenas an. -

back on trek sind wir schnell vorangekommen, puerto tranquilo mit wunderschoenen natuerlichen marmorhoehlen, ausgewaschen durch die ewige welle des sees. den kleinen besonderen ort tortel am fjord, der erst seit kurzem strassenanbindung hat und zeigt, dass auch steile fjorde besiedelt werden koennen: alle haeuser sitzen auf den felsen und alle wege bestehen aus stegen, treppen und bruecken. das letzte stueck bis villa o´higgins war hartes brot, nach 3 stunden nimmt uns ein carabinero mit, und die letzten 90 kilometer verbringen wir hinten auf der ladeflaeche eines trucks. aber man kommt schon irgendwie und bisher auch immer puenktlich an.
morgen gehts mit dem boot und zufuss nach argentinien, wir schlucken und zaehlen schon unser bares, da sich der preis der ueberfahrtn seit letztem jahr verdoppelt (!) hat.

die natur auf der gesamten strecke war beeindruckend, so viele fluesse deren kroenung sich im rio baker findet, dem wasserreichsten fluss chiles, welcher allerdings durch ein staudammprojekt bedroht ist. netter weise hat uns ein chilene sehr geduldig das komplette projekt bei der fahrt erklaert. ob das projekt durchgefuehrt wird entscheidet sich mit dem ausgang der aktuellen praesidentenwahl. im moment, nach dem ersten wahlgang, liegt der chilenische berlusconi piñera vorne, auch hier ist anscheinend ein rechts ruck zu verspueren. wir versuchen auch immer darueber mit den leuten ins gespraech zu kommen, viele sind sehr erregt darueber allerdings sind auch viele chilenen politikmuede.

viele biker sind unterwegs, welche die strecke noch als schotterpiste geniessen. chile asphaltiert mit hochdruck die carretera...

hast luego amigos
georg und leña