Hóla hóla
nu kann uns mal nen richt´ger Stein vom Herzen fallen. Plopp! Unsere Rechnung ist voll aufgegangen, zurueck von der Wanderung liegen unsere Karten abholbereit auf dem Tresen. Yippiii. Auf die Post hier ist Verlass. Nach unserem spaerlichen Weihnachtsfest werden wir jetzt so richtig Silvester feiern ;)
Haben die letzten Tage eine wunderbare Wanderung gemacht. Zum suedlichsten Zipfel des amerikanischen Festlandes, Cabo Froward. Nachdem unser Guidebook sagt, ist nur mit local guide moeglich, hat uns unser Host vom Hostel mit Tips versorgt und auf die Reise geschickt. Wer mal in Punta Arenas ein Hostel sucht, Hostel Independencia is the place to go! Herrlich, der Hof ist proppenvoll mit Zelten, die Raeumlichkeiten maximal ausgenutzt, also eng und viel Leute, aber urgemuetlich, super Duschen (daran werden die Hostels bei uns gemessen), alles da und ein supernetter Hostmensch.
Der Weg zum Cabo fuehrt weitestgehend an der Kueste entlang und Strecken durch den Wald fuehren um felsige Abschnitte herum. Nachdem wir gehoert hatten, dass die Pfandfindung Pfadfinderleistungen abverlangt waren wir ueberrascht, dass ueberall die rosa Baendchen baumeln und matschige Strecken mit Baumstaemmen befestigt sind. Der abenteuerliche Trail wird also auch bewerkelt und idiotensicher gemacht. Einziges Hindernis koennten die Flussquerungen bleiben. Wer allerdings weiss, dass es Ebbe und Flut gibt, kann sich denken wann man schwimmen muss oder nur bis zu den Knieen nass wird. Mit schwerem Rucksack empfiehlt sich letzteres. Wir sind super durchgemommen, 32 Km Kueste mit Sand- und Kieselstrandgelatsche oder felsigem Geklettere im Wechsel mit Urwaldpfaden, die auch einiges an Handanlegen, Arschgerutsche und Ubersteigungskuensten fordern. Die Spinnenweben im verschwitzten Gesicht sagen aber auch, dass sich nicht viele Menschen hierher verirren. Wege ueber Hochmoore federn angenehm.
Das Cabo Froward ein wunderschoener nicht begehbarer Felsen, allerdings ein Gipfel dabei, der unuebersehbar mit einem gigantischen Kreuz gekennzeichnet ist, weil der Papst Juan Pablo II war ja mal hier, 1987, oder so. Der Blick von dort oben ist windgepeitscht. Ploetzlich nicht mehr an der windgeschuetzten Ostkueste des Kaps, sondern dem Wind von Westen ordentlich ausgesetzt, goennen wir uns eine Kap- und Gipfelschoki und versuchen uns der Bedeutung dieses Ortes bewusst zu werden bevor wir uns auf den Rueckweg machen. Nach zwei Tagen reinwandern gehts an Tag 3 und 4 zurueck. Gluecklicherweise verirren sich tatsaechlich Autos an das Ende der Strasse, sodass wir bis nach Punta Arenas zuruecktrampen.
Sehen wohl recht erschlagen aus, denn zwei liebe Hollaender laden uns zu ihrer Abendessenkreation ein, super nett, wir hatten sie in Puerto Natales schon getroffen und mit ihnen geschnackt.
Heute der 31.12.09. Gleich gehts Einkaufen fuer die Festlichkeiten. Unser Host bekocht das gesammte Hostelinnenleben, ein typisches chilenisches Gericht. In riesigen Toepfen gibts in Weinsosse gekochtes vielfaelltiges Seafood mit Kartoffeln und Fleisch. Hab den Namen vergessen, aber hoert sich gut an.
Wir hoffen, ihr feiert alle schoen und kraeftig und rutschelt gesund und munter ins neue Jahr.
Wir denken an euch.
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Samstag, 26. Dezember 2009
Feliz Navidad
Wir wuenschen euch von ganzem Herzen ein frohes Fest gehabt zu haben, mit all euern Lieben um euch herum. Und wir hoffen, es war geruhsamer und entspannter als es am ende bei uns war ;)
Aber man faengt ja immer von vorne an zu erzaehlen... Ist uebrigends mal wieder my turn zu schreiben, wo Georg die letzten Male dran war.
In den letzten Tagen haben wir unseren kleinen aber wichtigen Schwenk ueber Argentinien gemacht. Unsere Grenzquerung war wunderschoen, allerdings bis auf den argentinischen Grenzbeamten auch etwas unspektakulaer. Der hat sich wohl eine Freude gemacht die armen Leute, die sich gerade mit oder ohne Rad ueber den Trail gekaempft haben und nun zwar nicht auf Einbuergerung aber doch auf ein Touristenvisa hoffen, zu verunsichern. Wir wurden von den anderen schon vorgewarnt und hielten tapfer den vergleichenden Blicken (Passbild) stand und konnten sogar Namen, Geburtsdatum und Passnummer auswendig aufsagen... Irgendwie ne witzige aber niedliche Situation.
Eine Ubernachtung am Lago del Desierto, bevor wir uns auf die Trails rund um den Fitz Roy gestuertzt haben. Unser wie ueblich umfangreiches Verpflegungsgepaeck erlaubte uns die Strecke bis El Chaltén auf den Wanderwegen abseits der Strasse. Hier haben wir unsere erste Begegnung mit dem patagonischen Wind gemacht. Auf unserem ersten Abstecher zum Lago Eléctrico hats uns ganz schoen versetzt, mal weiter nach vorn als wir wollten, mal neben den Trail oder auch mal zu Boden, um die Boe in sicherer Position an einen Felsen gekrallt abzuwarten.
Weiter haben wir uns zum camp Poincenot durchgeschlagen, Wind und spaeter einsetzender Regen haben uns nicht entmutigen koennen, wir waren immer erstaunt ueber blauen Himmel ueber uns und Regen um uns. Allerdings, wenn der Regen waagerecht faellt, ist ja egal aus welcher Wolke.
Der naechste Morgen: Fitz Roy und Kollegen in strahlendem Sonnenschein, nix wie hin. Gewaltige Felsen, von duennen Wolken umwoben, und viele Leute die ihr Glueck nach dem vorherigen Tag wie wir nicht fassen konnten. Gleich weiter, um noch einen Blick auf den Cerro Torre zu erhaschen...? Nee... der war schon wieder in den Wolken, und weiter nach El Chalten um zwei Naechte und einen langen Regentag dort und im Zelt zu verbringen. Cerro Torre muss aber gesehen werden. Wir campen am Lago Torre und haben schon am naechsten Tag Glueck, so ein Glueck... Georg hoert nicht auf im Kreis und auf und ab zu springen vor Freude. Mit einer spektakulaeren Flussquerung, am Statikseil entlang gehangelt, eisiges Wasser unter uns und immer dicker werdenden Unterarmen, erobern wir uns einen Pfad bis hin zum Gletscher, toll.
Alles gesehen koennen wir schon am 24. runterlaufen und versuchen bis El Calafate zu kommen, drei Stunden im kalten Wind gewartet und schliesslich gegen 6 angekommen. Garnicht nach Weihnachten zumute. Das Telefonat mit Family wunderbar, unsere Maegen knurren beim Gedanken an Karpfen, alle anderen hier Grillen, wir sind k.o. und fallen nach Reis und Tuetensuppe in die Heier.
Die Nacht ueberrascht uns mit einem gewaltigen Feuerwerk, die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Ich kann nur mal kurz aus dem Zelt schauen und ein, zwei Raketen erblicken um dann gleich wieder neben Georg einzuschlafen. Unser Heilig Abend ;)
Am ersten Weihnachtstag ist die Aufgaben bis Puerto Natales und so wieder nach Chile zu kommen, da uns Calafate nicht haelt und unsere Argentinischen Pesos nicht weit reichen, nicht fuer den Bus... Trampen. Ein freundlicher Señor bietet uns an uns fuer 20 Pesos bis zur Grenze mitzunehmen. Haben gedacht, super, ist ja nicht viel was er will (5Dollar) und sind dann halt auch weit gekommen. Angekommen in Rio Turbio wollte er dann 200! Holt dann die Police als wir ihm nicht mehr als 20 Pesos und 7 Dollar geben wollten und ihm dann auch noch meine Schrottuhr verweigert haben, auf die er irgenwie scharf war. Die Police hat ihm dann aber klar gemacht, darf eh kein Geld nehmen wegen Sicherheitstandards und sowieso. Wir sind dann ganz schnell davon! Wie um den Landsmann zu entschuldigen, nimmt uns eine 5koepfige Familie im kleinen PKW mit, wir werden mit Empenadas gefuettert und zum Abschied wird uns Kuchen und Bier angeboten, so herzlich, dass es nur guttut.
Ab ueber die Grenze fuehlen wir uns ploetzlich wieder wie Zuhause.
Eine Nacht in Puerto Natales auf einem sehr freundlichen Campingplatz und gleich gehts nach Punta Arenas, mal schauen ob unser Plastikgeld angekommen ist...
Uns geht es supi, von unserem misslungenen Heilig Abend haben wir uns erholt und freuen uns auf die naechsten Tage. Fuer Torres del Peine werden wir zurueckkehren nach Puerto Natales, aber von zukuenftigem spater ;)
Wir gruesse euch, guten Rutsch!
Lena und Georg
Erwanderte Grenzquerung


Windkanalfeeling am Lago Electrico
Fitz Roy
Flussquerung zum Torre-Gletscher
Cerro Torre - rockt!
Heilig Abend an reich gedeckter Tafel
Aber man faengt ja immer von vorne an zu erzaehlen... Ist uebrigends mal wieder my turn zu schreiben, wo Georg die letzten Male dran war.
In den letzten Tagen haben wir unseren kleinen aber wichtigen Schwenk ueber Argentinien gemacht. Unsere Grenzquerung war wunderschoen, allerdings bis auf den argentinischen Grenzbeamten auch etwas unspektakulaer. Der hat sich wohl eine Freude gemacht die armen Leute, die sich gerade mit oder ohne Rad ueber den Trail gekaempft haben und nun zwar nicht auf Einbuergerung aber doch auf ein Touristenvisa hoffen, zu verunsichern. Wir wurden von den anderen schon vorgewarnt und hielten tapfer den vergleichenden Blicken (Passbild) stand und konnten sogar Namen, Geburtsdatum und Passnummer auswendig aufsagen... Irgendwie ne witzige aber niedliche Situation.
Eine Ubernachtung am Lago del Desierto, bevor wir uns auf die Trails rund um den Fitz Roy gestuertzt haben. Unser wie ueblich umfangreiches Verpflegungsgepaeck erlaubte uns die Strecke bis El Chaltén auf den Wanderwegen abseits der Strasse. Hier haben wir unsere erste Begegnung mit dem patagonischen Wind gemacht. Auf unserem ersten Abstecher zum Lago Eléctrico hats uns ganz schoen versetzt, mal weiter nach vorn als wir wollten, mal neben den Trail oder auch mal zu Boden, um die Boe in sicherer Position an einen Felsen gekrallt abzuwarten.
Weiter haben wir uns zum camp Poincenot durchgeschlagen, Wind und spaeter einsetzender Regen haben uns nicht entmutigen koennen, wir waren immer erstaunt ueber blauen Himmel ueber uns und Regen um uns. Allerdings, wenn der Regen waagerecht faellt, ist ja egal aus welcher Wolke.
Der naechste Morgen: Fitz Roy und Kollegen in strahlendem Sonnenschein, nix wie hin. Gewaltige Felsen, von duennen Wolken umwoben, und viele Leute die ihr Glueck nach dem vorherigen Tag wie wir nicht fassen konnten. Gleich weiter, um noch einen Blick auf den Cerro Torre zu erhaschen...? Nee... der war schon wieder in den Wolken, und weiter nach El Chalten um zwei Naechte und einen langen Regentag dort und im Zelt zu verbringen. Cerro Torre muss aber gesehen werden. Wir campen am Lago Torre und haben schon am naechsten Tag Glueck, so ein Glueck... Georg hoert nicht auf im Kreis und auf und ab zu springen vor Freude. Mit einer spektakulaeren Flussquerung, am Statikseil entlang gehangelt, eisiges Wasser unter uns und immer dicker werdenden Unterarmen, erobern wir uns einen Pfad bis hin zum Gletscher, toll.
Alles gesehen koennen wir schon am 24. runterlaufen und versuchen bis El Calafate zu kommen, drei Stunden im kalten Wind gewartet und schliesslich gegen 6 angekommen. Garnicht nach Weihnachten zumute. Das Telefonat mit Family wunderbar, unsere Maegen knurren beim Gedanken an Karpfen, alle anderen hier Grillen, wir sind k.o. und fallen nach Reis und Tuetensuppe in die Heier.
Die Nacht ueberrascht uns mit einem gewaltigen Feuerwerk, die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Ich kann nur mal kurz aus dem Zelt schauen und ein, zwei Raketen erblicken um dann gleich wieder neben Georg einzuschlafen. Unser Heilig Abend ;)
Am ersten Weihnachtstag ist die Aufgaben bis Puerto Natales und so wieder nach Chile zu kommen, da uns Calafate nicht haelt und unsere Argentinischen Pesos nicht weit reichen, nicht fuer den Bus... Trampen. Ein freundlicher Señor bietet uns an uns fuer 20 Pesos bis zur Grenze mitzunehmen. Haben gedacht, super, ist ja nicht viel was er will (5Dollar) und sind dann halt auch weit gekommen. Angekommen in Rio Turbio wollte er dann 200! Holt dann die Police als wir ihm nicht mehr als 20 Pesos und 7 Dollar geben wollten und ihm dann auch noch meine Schrottuhr verweigert haben, auf die er irgenwie scharf war. Die Police hat ihm dann aber klar gemacht, darf eh kein Geld nehmen wegen Sicherheitstandards und sowieso. Wir sind dann ganz schnell davon! Wie um den Landsmann zu entschuldigen, nimmt uns eine 5koepfige Familie im kleinen PKW mit, wir werden mit Empenadas gefuettert und zum Abschied wird uns Kuchen und Bier angeboten, so herzlich, dass es nur guttut.
Ab ueber die Grenze fuehlen wir uns ploetzlich wieder wie Zuhause.
Eine Nacht in Puerto Natales auf einem sehr freundlichen Campingplatz und gleich gehts nach Punta Arenas, mal schauen ob unser Plastikgeld angekommen ist...
Uns geht es supi, von unserem misslungenen Heilig Abend haben wir uns erholt und freuen uns auf die naechsten Tage. Fuer Torres del Peine werden wir zurueckkehren nach Puerto Natales, aber von zukuenftigem spater ;)
Wir gruesse euch, guten Rutsch!
Lena und Georg
Erwanderte Grenzquerung
Windkanalfeeling am Lago Electrico
Fitz Roy
Flussquerung zum Torre-Gletscher
Cerro Torre - rockt!
Mittwoch, 16. Dezember 2009
dies und jenes
da heute die faehre aufgrund des wetters nicht faehrt haben wir noch mal ein bisschen zeit zu blogen.
kulinarisches
am anfang mussten wir uns erst mal zurecht finden was jetzt hier gut schmeckt. es hatte ein bisschen gedauert bis wir wussten was empenadas sind - teigtaschen mit kaese befuellt - aber mittlerweile ist dies eine beliebte fast food gelegenheit.
zum fruehstueck gibt es meistens haferflocken mit apfel, rosinen, milchpulver und warmen wasser, wenn wir glueck haben, haben wir noch honig. lecker. zum glueck haben wir das noch nicht ueber.
mittags kaufen wir meistens pan, also brot, was aber mehr nach broetchen ausschaut und im speziellen hallullas genannt wird, belegt mit kaese.
abends gibt es im wechsel reis, kartoffelbrei (da geht lena voll drauf ab) und natuerlich nudeln. ihr merkt schon is sind eher die normalen "unterwegs" gerichte. zu unseren favoriten gehoert guacamole. man nehme zwei frische leckre avocados, halbe zwiebel (in deutschland vielleicht auch ne ganze, die zwiebeln sind echt super gross) und eine tomate. das ganze dann zermatchen und salzen und peffern und mit ein bisschen zitronen saft abschmecken. die zitrone haben wir nicht immer, aber voll lecker.
ach, und gestern haben wir uns so was wie nen christstollen geleistet, war gut aber nicht wie nen richtiger.
was wir bis jetzt noch nicht hatten, aber schon viel geshen und auch noch hoffen in den genuss zu kommen, ist asado - die patagonische art zu grillen. dabei wird ein ganzes schaf am spiess am feuer ueber mehrere stunden gegrillt.
menschen
die chilenen sind immer sehr hilfsbereit und nett. uns wurde aber berichtet, dass die arbeit auch gerne mal auf morgen verschoben werden kann und ein "jetzt" nicht unbedingt jetzt bedeutet aber ein sofort schon. die erfahrung hatten wir aber noch nicht gemacht, wie der geldautomat in coihaique unsere kreditkarten geschluckt hatte meinte der bankangestellte wir sollten um 1:30 uhr wieder da sein und da dacht ich schon nach den erzaehlungen "ob das klappt", aber es war alles da. also vielleicht sind die vorurteile nur halb so schlim.
fuer erstaunen sorgt immer wieder unser camelbag. die kinder sind da aber auch ganz unbedarft und kommen einfach an uns stoeren sich auch nicht an sen mangelnden spanisch kenntissen.
bilder
die patagonische berge haben die tiefsten schatten und die hellsten bergspitzen, das licht ist einfach beeindruckend es ist wirklich schwer oder unmoeglich die moment in ein foto zu bannen. wir schauen den schnell ziehenden wolken hinter her und sind immer wieder von neuen lichtzeichnungen ueberreacht.
tiere
vorgestern hatten wir das glueck ein huemhul zu sehen, nach dem condor das zweite chilenische wappen tier. sonst sehen wir auch zahlreiche uns unbekannte tiere, vorallem voegel.
nachruf
viele die mit mir schon urlaub gemacht haben kennen ihn: meinen weissen teller, der so schwer ist. nun habe ich ihn gestern ein mal mehr fallen gelassen und die emaille ist gesprungen. ich denke, ich werde mich von ihm trennen, auch wenn es mir nicht leicht faellt, schliesslich war er bei allen groesseren urlauben mit. letzten endes ist es aber auch gut fuer die gewichtsoptimierung.
per anhalter durch patagonien
aber zurueck, wir sind vom paddeln ueber puerto montt nach chiloe, chiles groesster insel, und konnten es bei schoensten wetter erleben. dabei dachten wir schon, dass wir vollends opfer von el niño sind. aber mittlerweile ist der winter direkt in den sommer uebergegangen, was nicht bedeutet, dass nur die sonne scheint aber wir sind ja auch in patagonien.
nach dem wir von quellon wieder aufs festland uebergesetz hatten, sind wir durch die in diesem jahr von einen vulkan zerstoerte stadt chaiten gefahren bzw. haben dort angefangen die "carretera austral capitano augusto pinochet" (oder einfach carretera austral) richtung sueden zu trampen, was uns wirklich viel spass macht, da wir langsamer geworden sind und mehr zufaellige begenungen mit leuten aus aller welt und noch viel mehr aus dieser gegend haben. durch eine dieser begenungen sind wir auch zu gerd und lilly gekommen. die beiden sind vor sieben jahren nach patagonien ausgewandert, nachdem lilly mit neun jahren mit ihrer familie auf grund des damaligen regiemes nach deutschland fluechtete. es wahren zwei herrliche tage abseits der carretera (georg mit zwille auf hasenjagd...).
- kleine notiz am rande, immer mit kreditkarten unterschiedlicher banken unterwegs sein. weil die DKB dachte es gibt ein neues sicherheitsmerkmal auf kreditkarten hat sie uns beiden neu zugesendet und die alten gesperrt. da haben wir erst mal ganz schoen in die roehre geschaut. good old traveler cheques haben uns dann weitergeholfen. allerdings ist das schon bloede so ohne plastik geld. was wir haben muss nun erstmal reichen. hoffen, wir kommen gleichzeitig mit unseren neuen karten in punta arenas an. -
back on trek sind wir schnell vorangekommen, puerto tranquilo mit wunderschoenen natuerlichen marmorhoehlen, ausgewaschen durch die ewige welle des sees. den kleinen besonderen ort tortel am fjord, der erst seit kurzem strassenanbindung hat und zeigt, dass auch steile fjorde besiedelt werden koennen: alle haeuser sitzen auf den felsen und alle wege bestehen aus stegen, treppen und bruecken. das letzte stueck bis villa o´higgins war hartes brot, nach 3 stunden nimmt uns ein carabinero mit, und die letzten 90 kilometer verbringen wir hinten auf der ladeflaeche eines trucks. aber man kommt schon irgendwie und bisher auch immer puenktlich an.
morgen gehts mit dem boot und zufuss nach argentinien, wir schlucken und zaehlen schon unser bares, da sich der preis der ueberfahrtn seit letztem jahr verdoppelt (!) hat.
die natur auf der gesamten strecke war beeindruckend, so viele fluesse deren kroenung sich im rio baker findet, dem wasserreichsten fluss chiles, welcher allerdings durch ein staudammprojekt bedroht ist. netter weise hat uns ein chilene sehr geduldig das komplette projekt bei der fahrt erklaert. ob das projekt durchgefuehrt wird entscheidet sich mit dem ausgang der aktuellen praesidentenwahl. im moment, nach dem ersten wahlgang, liegt der chilenische berlusconi piñera vorne, auch hier ist anscheinend ein rechts ruck zu verspueren. wir versuchen auch immer darueber mit den leuten ins gespraech zu kommen, viele sind sehr erregt darueber allerdings sind auch viele chilenen politikmuede.
viele biker sind unterwegs, welche die strecke noch als schotterpiste geniessen. chile asphaltiert mit hochdruck die carretera...
hast luego amigos
georg und leña
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