Samstag, 26. Dezember 2009

Feliz Navidad

Wir wuenschen euch von ganzem Herzen ein frohes Fest gehabt zu haben, mit all euern Lieben um euch herum. Und wir hoffen, es war geruhsamer und entspannter als es am ende bei uns war ;)

Aber man faengt ja immer von vorne an zu erzaehlen... Ist uebrigends mal wieder my turn zu schreiben, wo Georg die letzten Male dran war.

In den letzten Tagen haben wir unseren kleinen aber wichtigen Schwenk ueber Argentinien gemacht. Unsere Grenzquerung war wunderschoen, allerdings bis auf den argentinischen Grenzbeamten auch etwas unspektakulaer. Der hat sich wohl eine Freude gemacht die armen Leute, die sich gerade mit oder ohne Rad ueber den Trail gekaempft haben und nun zwar nicht auf Einbuergerung aber doch auf ein Touristenvisa hoffen, zu verunsichern. Wir wurden von den anderen schon vorgewarnt und hielten tapfer den vergleichenden Blicken (Passbild) stand und konnten sogar Namen, Geburtsdatum und Passnummer auswendig aufsagen... Irgendwie ne witzige aber niedliche Situation.
Eine Ubernachtung am Lago del Desierto, bevor wir uns auf die Trails rund um den Fitz Roy gestuertzt haben. Unser wie ueblich umfangreiches Verpflegungsgepaeck erlaubte uns die Strecke bis El Chaltén auf den Wanderwegen abseits der Strasse. Hier haben wir unsere erste Begegnung mit dem patagonischen Wind gemacht. Auf unserem ersten Abstecher zum Lago Eléctrico hats uns ganz schoen versetzt, mal weiter nach vorn als wir wollten, mal neben den Trail oder auch mal zu Boden, um die Boe in sicherer Position an einen Felsen gekrallt abzuwarten.
Weiter haben wir uns zum camp Poincenot durchgeschlagen, Wind und spaeter einsetzender Regen haben uns nicht entmutigen koennen, wir waren immer erstaunt ueber blauen Himmel ueber uns und Regen um uns. Allerdings, wenn der Regen waagerecht faellt, ist ja egal aus welcher Wolke.
Der naechste Morgen: Fitz Roy und Kollegen in strahlendem Sonnenschein, nix wie hin. Gewaltige Felsen, von duennen Wolken umwoben, und viele Leute die ihr Glueck nach dem vorherigen Tag wie wir nicht fassen konnten. Gleich weiter, um noch einen Blick auf den Cerro Torre zu erhaschen...? Nee... der war schon wieder in den Wolken, und weiter nach El Chalten um zwei Naechte und einen langen Regentag dort und im Zelt zu verbringen. Cerro Torre muss aber gesehen werden. Wir campen am Lago Torre und haben schon am naechsten Tag Glueck, so ein Glueck... Georg hoert nicht auf im Kreis und auf und ab zu springen vor Freude. Mit einer spektakulaeren Flussquerung, am Statikseil entlang gehangelt, eisiges Wasser unter uns und immer dicker werdenden Unterarmen, erobern wir uns einen Pfad bis hin zum Gletscher, toll.
Alles gesehen koennen wir schon am 24. runterlaufen und versuchen bis El Calafate zu kommen, drei Stunden im kalten Wind gewartet und schliesslich gegen 6 angekommen. Garnicht nach Weihnachten zumute. Das Telefonat mit Family wunderbar, unsere Maegen knurren beim Gedanken an Karpfen, alle anderen hier Grillen, wir sind k.o. und fallen nach Reis und Tuetensuppe in die Heier.
Die Nacht ueberrascht uns mit einem gewaltigen Feuerwerk, die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Ich kann nur mal kurz aus dem Zelt schauen und ein, zwei Raketen erblicken um dann gleich wieder neben Georg einzuschlafen. Unser Heilig Abend ;)
Am ersten Weihnachtstag ist die Aufgaben bis Puerto Natales und so wieder nach Chile zu kommen, da uns Calafate nicht haelt und unsere Argentinischen Pesos nicht weit reichen, nicht fuer den Bus... Trampen. Ein freundlicher Señor bietet uns an uns fuer 20 Pesos bis zur Grenze mitzunehmen. Haben gedacht, super, ist ja nicht viel was er will (5Dollar) und sind dann halt auch weit gekommen. Angekommen in Rio Turbio wollte er dann 200! Holt dann die Police als wir ihm nicht mehr als 20 Pesos und 7 Dollar geben wollten und ihm dann auch noch meine Schrottuhr verweigert haben, auf die er irgenwie scharf war. Die Police hat ihm dann aber klar gemacht, darf eh kein Geld nehmen wegen Sicherheitstandards und sowieso. Wir sind dann ganz schnell davon! Wie um den Landsmann zu entschuldigen, nimmt uns eine 5koepfige Familie im kleinen PKW mit, wir werden mit Empenadas gefuettert und zum Abschied wird uns Kuchen und Bier angeboten, so herzlich, dass es nur guttut.
Ab ueber die Grenze fuehlen wir uns ploetzlich wieder wie Zuhause.
Eine Nacht in Puerto Natales auf einem sehr freundlichen Campingplatz und gleich gehts nach Punta Arenas, mal schauen ob unser Plastikgeld angekommen ist...

Uns geht es supi, von unserem misslungenen Heilig Abend haben wir uns erholt und freuen uns auf die naechsten Tage. Fuer Torres del Peine werden wir zurueckkehren nach Puerto Natales, aber von zukuenftigem spater ;)

Wir gruesse euch, guten Rutsch!
Lena und Georg


Erwanderte Grenzquerung


Windkanalfeeling am Lago Electrico
Fitz Roy
Flussquerung zum Torre-Gletscher
Cerro Torre - rockt!Heilig Abend an reich gedeckter Tafel

1 Kommentar:

  1. Hi ihr beiden
    SChoen noch zu hoeren das es euch gut geht. Ein bischen neidisch wegen der schoenen Felsgipfel die ihr gesehen habt bin ich schon aber villeicht schaffe ich es auch mal dort hin wenn ich gross bin.
    Tschuess und guten Rutsch ins Neue Jahr
    Tobias

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