Donnerstag, 31. Dezember 2009

Cabo Froward

Hóla hóla
nu kann uns mal nen richt´ger Stein vom Herzen fallen. Plopp! Unsere Rechnung ist voll aufgegangen, zurueck von der Wanderung liegen unsere Karten abholbereit auf dem Tresen. Yippiii. Auf die Post hier ist Verlass. Nach unserem spaerlichen Weihnachtsfest werden wir jetzt so richtig Silvester feiern ;)

Haben die letzten Tage eine wunderbare Wanderung gemacht. Zum suedlichsten Zipfel des amerikanischen Festlandes, Cabo Froward. Nachdem unser Guidebook sagt, ist nur mit local guide moeglich, hat uns unser Host vom Hostel mit Tips versorgt und auf die Reise geschickt. Wer mal in Punta Arenas ein Hostel sucht, Hostel Independencia is the place to go! Herrlich, der Hof ist proppenvoll mit Zelten, die Raeumlichkeiten maximal ausgenutzt, also eng und viel Leute, aber urgemuetlich, super Duschen (daran werden die Hostels bei uns gemessen), alles da und ein supernetter Hostmensch.

Der Weg zum Cabo fuehrt weitestgehend an der Kueste entlang und Strecken durch den Wald fuehren um felsige Abschnitte herum. Nachdem wir gehoert hatten, dass die Pfandfindung Pfadfinderleistungen abverlangt waren wir ueberrascht, dass ueberall die rosa Baendchen baumeln und matschige Strecken mit Baumstaemmen befestigt sind. Der abenteuerliche Trail wird also auch bewerkelt und idiotensicher gemacht. Einziges Hindernis koennten die Flussquerungen bleiben. Wer allerdings weiss, dass es Ebbe und Flut gibt, kann sich denken wann man schwimmen muss oder nur bis zu den Knieen nass wird. Mit schwerem Rucksack empfiehlt sich letzteres. Wir sind super durchgemommen, 32 Km Kueste mit Sand- und Kieselstrandgelatsche oder felsigem Geklettere im Wechsel mit Urwaldpfaden, die auch einiges an Handanlegen, Arschgerutsche und Ubersteigungskuensten fordern. Die Spinnenweben im verschwitzten Gesicht sagen aber auch, dass sich nicht viele Menschen hierher verirren. Wege ueber Hochmoore federn angenehm.
Das Cabo Froward ein wunderschoener nicht begehbarer Felsen, allerdings ein Gipfel dabei, der unuebersehbar mit einem gigantischen Kreuz gekennzeichnet ist, weil der Papst Juan Pablo II war ja mal hier, 1987, oder so. Der Blick von dort oben ist windgepeitscht. Ploetzlich nicht mehr an der windgeschuetzten Ostkueste des Kaps, sondern dem Wind von Westen ordentlich ausgesetzt, goennen wir uns eine Kap- und Gipfelschoki und versuchen uns der Bedeutung dieses Ortes bewusst zu werden bevor wir uns auf den Rueckweg machen. Nach zwei Tagen reinwandern gehts an Tag 3 und 4 zurueck. Gluecklicherweise verirren sich tatsaechlich Autos an das Ende der Strasse, sodass wir bis nach Punta Arenas zuruecktrampen.
Sehen wohl recht erschlagen aus, denn zwei liebe Hollaender laden uns zu ihrer Abendessenkreation ein, super nett, wir hatten sie in Puerto Natales schon getroffen und mit ihnen geschnackt.
Heute der 31.12.09. Gleich gehts Einkaufen fuer die Festlichkeiten. Unser Host bekocht das gesammte Hostelinnenleben, ein typisches chilenisches Gericht. In riesigen Toepfen gibts in Weinsosse gekochtes vielfaelltiges Seafood mit Kartoffeln und Fleisch. Hab den Namen vergessen, aber hoert sich gut an.
Wir hoffen, ihr feiert alle schoen und kraeftig und rutschelt gesund und munter ins neue Jahr.
Wir denken an euch.


 
 
 
 
 

Samstag, 26. Dezember 2009

Feliz Navidad

Wir wuenschen euch von ganzem Herzen ein frohes Fest gehabt zu haben, mit all euern Lieben um euch herum. Und wir hoffen, es war geruhsamer und entspannter als es am ende bei uns war ;)

Aber man faengt ja immer von vorne an zu erzaehlen... Ist uebrigends mal wieder my turn zu schreiben, wo Georg die letzten Male dran war.

In den letzten Tagen haben wir unseren kleinen aber wichtigen Schwenk ueber Argentinien gemacht. Unsere Grenzquerung war wunderschoen, allerdings bis auf den argentinischen Grenzbeamten auch etwas unspektakulaer. Der hat sich wohl eine Freude gemacht die armen Leute, die sich gerade mit oder ohne Rad ueber den Trail gekaempft haben und nun zwar nicht auf Einbuergerung aber doch auf ein Touristenvisa hoffen, zu verunsichern. Wir wurden von den anderen schon vorgewarnt und hielten tapfer den vergleichenden Blicken (Passbild) stand und konnten sogar Namen, Geburtsdatum und Passnummer auswendig aufsagen... Irgendwie ne witzige aber niedliche Situation.
Eine Ubernachtung am Lago del Desierto, bevor wir uns auf die Trails rund um den Fitz Roy gestuertzt haben. Unser wie ueblich umfangreiches Verpflegungsgepaeck erlaubte uns die Strecke bis El Chaltén auf den Wanderwegen abseits der Strasse. Hier haben wir unsere erste Begegnung mit dem patagonischen Wind gemacht. Auf unserem ersten Abstecher zum Lago Eléctrico hats uns ganz schoen versetzt, mal weiter nach vorn als wir wollten, mal neben den Trail oder auch mal zu Boden, um die Boe in sicherer Position an einen Felsen gekrallt abzuwarten.
Weiter haben wir uns zum camp Poincenot durchgeschlagen, Wind und spaeter einsetzender Regen haben uns nicht entmutigen koennen, wir waren immer erstaunt ueber blauen Himmel ueber uns und Regen um uns. Allerdings, wenn der Regen waagerecht faellt, ist ja egal aus welcher Wolke.
Der naechste Morgen: Fitz Roy und Kollegen in strahlendem Sonnenschein, nix wie hin. Gewaltige Felsen, von duennen Wolken umwoben, und viele Leute die ihr Glueck nach dem vorherigen Tag wie wir nicht fassen konnten. Gleich weiter, um noch einen Blick auf den Cerro Torre zu erhaschen...? Nee... der war schon wieder in den Wolken, und weiter nach El Chalten um zwei Naechte und einen langen Regentag dort und im Zelt zu verbringen. Cerro Torre muss aber gesehen werden. Wir campen am Lago Torre und haben schon am naechsten Tag Glueck, so ein Glueck... Georg hoert nicht auf im Kreis und auf und ab zu springen vor Freude. Mit einer spektakulaeren Flussquerung, am Statikseil entlang gehangelt, eisiges Wasser unter uns und immer dicker werdenden Unterarmen, erobern wir uns einen Pfad bis hin zum Gletscher, toll.
Alles gesehen koennen wir schon am 24. runterlaufen und versuchen bis El Calafate zu kommen, drei Stunden im kalten Wind gewartet und schliesslich gegen 6 angekommen. Garnicht nach Weihnachten zumute. Das Telefonat mit Family wunderbar, unsere Maegen knurren beim Gedanken an Karpfen, alle anderen hier Grillen, wir sind k.o. und fallen nach Reis und Tuetensuppe in die Heier.
Die Nacht ueberrascht uns mit einem gewaltigen Feuerwerk, die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Ich kann nur mal kurz aus dem Zelt schauen und ein, zwei Raketen erblicken um dann gleich wieder neben Georg einzuschlafen. Unser Heilig Abend ;)
Am ersten Weihnachtstag ist die Aufgaben bis Puerto Natales und so wieder nach Chile zu kommen, da uns Calafate nicht haelt und unsere Argentinischen Pesos nicht weit reichen, nicht fuer den Bus... Trampen. Ein freundlicher Señor bietet uns an uns fuer 20 Pesos bis zur Grenze mitzunehmen. Haben gedacht, super, ist ja nicht viel was er will (5Dollar) und sind dann halt auch weit gekommen. Angekommen in Rio Turbio wollte er dann 200! Holt dann die Police als wir ihm nicht mehr als 20 Pesos und 7 Dollar geben wollten und ihm dann auch noch meine Schrottuhr verweigert haben, auf die er irgenwie scharf war. Die Police hat ihm dann aber klar gemacht, darf eh kein Geld nehmen wegen Sicherheitstandards und sowieso. Wir sind dann ganz schnell davon! Wie um den Landsmann zu entschuldigen, nimmt uns eine 5koepfige Familie im kleinen PKW mit, wir werden mit Empenadas gefuettert und zum Abschied wird uns Kuchen und Bier angeboten, so herzlich, dass es nur guttut.
Ab ueber die Grenze fuehlen wir uns ploetzlich wieder wie Zuhause.
Eine Nacht in Puerto Natales auf einem sehr freundlichen Campingplatz und gleich gehts nach Punta Arenas, mal schauen ob unser Plastikgeld angekommen ist...

Uns geht es supi, von unserem misslungenen Heilig Abend haben wir uns erholt und freuen uns auf die naechsten Tage. Fuer Torres del Peine werden wir zurueckkehren nach Puerto Natales, aber von zukuenftigem spater ;)

Wir gruesse euch, guten Rutsch!
Lena und Georg


Erwanderte Grenzquerung


Windkanalfeeling am Lago Electrico
Fitz Roy
Flussquerung zum Torre-Gletscher
Cerro Torre - rockt!Heilig Abend an reich gedeckter Tafel

Mittwoch, 16. Dezember 2009

dies und jenes



da heute die faehre aufgrund des wetters nicht faehrt haben wir noch mal ein bisschen zeit zu blogen.

kulinarisches

am anfang mussten wir uns erst mal zurecht finden was jetzt hier gut schmeckt. es hatte ein bisschen gedauert bis wir wussten was empenadas sind - teigtaschen mit kaese befuellt - aber mittlerweile ist dies eine beliebte fast food gelegenheit.
zum fruehstueck gibt es meistens haferflocken mit apfel, rosinen, milchpulver und warmen wasser, wenn wir glueck haben, haben wir noch honig. lecker. zum glueck haben wir das noch nicht ueber.
mittags kaufen wir meistens pan, also brot, was aber mehr nach broetchen ausschaut und im speziellen hallullas genannt wird, belegt mit kaese.
abends gibt es im wechsel reis, kartoffelbrei (da geht lena voll drauf ab) und natuerlich nudeln. ihr merkt schon is sind eher die normalen "unterwegs" gerichte. zu unseren favoriten gehoert guacamole. man nehme zwei frische leckre avocados, halbe zwiebel (in deutschland vielleicht auch ne ganze, die zwiebeln sind echt super gross) und eine tomate. das ganze dann zermatchen und salzen und peffern und mit ein bisschen zitronen saft abschmecken. die zitrone haben wir nicht immer, aber voll lecker.
ach, und gestern haben wir uns so was wie nen christstollen geleistet, war gut aber nicht wie nen richtiger.

was wir bis jetzt noch nicht hatten, aber schon viel geshen und auch noch hoffen in den genuss zu kommen, ist asado - die patagonische art zu grillen. dabei wird ein ganzes schaf am spiess am feuer ueber mehrere stunden gegrillt.











menschen

die chilenen sind immer sehr hilfsbereit und nett. uns wurde aber berichtet, dass die arbeit auch gerne mal auf morgen verschoben werden kann und ein "jetzt" nicht unbedingt jetzt bedeutet aber ein sofort schon. die erfahrung hatten wir aber noch nicht gemacht, wie der geldautomat in coihaique unsere kreditkarten geschluckt hatte meinte der bankangestellte wir sollten um 1:30 uhr wieder da sein und da dacht ich schon nach den erzaehlungen "ob das klappt", aber es war alles da. also vielleicht sind die vorurteile nur halb so schlim.
fuer erstaunen sorgt immer wieder unser camelbag. die kinder sind da aber auch ganz unbedarft und kommen einfach an uns stoeren sich auch nicht an sen mangelnden spanisch kenntissen.











bilder

die patagonische berge haben die tiefsten schatten und die hellsten bergspitzen, das licht ist einfach beeindruckend es ist wirklich schwer oder unmoeglich die moment in ein foto zu bannen. wir schauen den schnell ziehenden wolken hinter her und sind immer wieder von neuen lichtzeichnungen ueberreacht.





















tiere

vorgestern hatten wir das glueck ein huemhul zu sehen, nach dem condor das zweite chilenische wappen tier. sonst sehen wir auch zahlreiche uns unbekannte tiere, vorallem voegel.












nachruf

viele die mit mir schon urlaub gemacht haben kennen ihn: meinen weissen teller, der so schwer ist. nun habe ich ihn gestern ein mal mehr fallen gelassen und die emaille ist gesprungen. ich denke, ich werde mich von ihm trennen, auch wenn es mir nicht leicht faellt, schliesslich war er bei allen groesseren urlauben mit. letzten endes ist es aber auch gut fuer die gewichtsoptimierung.

per anhalter durch patagonien


jetzt haben wir schon einige mails bekommen, dass wir schon lange nichts mehr von uns haben hoeren lassen. dabei sind wir jetzt endlich mal in einer gegend unterwegs wo das internet spaerlicher gesaeht ist.
aber zurueck, wir sind vom paddeln ueber puerto montt nach chiloe, chiles groesster insel, und konnten es bei schoensten wetter erleben. dabei dachten wir schon, dass wir vollends opfer von el niño sind. aber mittlerweile ist der winter direkt in den sommer uebergegangen, was nicht bedeutet, dass nur die sonne scheint aber wir sind ja auch in patagonien.
nach dem wir von quellon wieder aufs festland uebergesetz hatten, sind wir durch die in diesem jahr von einen vulkan zerstoerte stadt chaiten gefahren bzw. haben dort angefangen die "carretera austral capitano augusto pinochet" (oder einfach carretera austral) richtung sueden zu trampen, was uns wirklich viel spass macht, da wir langsamer geworden sind und mehr zufaellige begenungen mit leuten aus aller welt und noch viel mehr aus dieser gegend haben. durch eine dieser begenungen sind wir auch zu gerd und lilly gekommen. die beiden sind vor sieben jahren nach patagonien ausgewandert, nachdem lilly mit neun jahren mit ihrer familie auf grund des damaligen regiemes nach deutschland fluechtete. es wahren zwei herrliche tage abseits der carretera (georg mit zwille auf hasenjagd...).

- kleine notiz am rande, immer mit kreditkarten unterschiedlicher banken unterwegs sein. weil die DKB dachte es gibt ein neues sicherheitsmerkmal auf kreditkarten hat sie uns beiden neu zugesendet und die alten gesperrt. da haben wir erst mal ganz schoen in die roehre geschaut. good old traveler cheques haben uns dann weitergeholfen. allerdings ist das schon bloede so ohne plastik geld. was wir haben muss nun erstmal reichen. hoffen, wir kommen gleichzeitig mit unseren neuen karten in punta arenas an. -

back on trek sind wir schnell vorangekommen, puerto tranquilo mit wunderschoenen natuerlichen marmorhoehlen, ausgewaschen durch die ewige welle des sees. den kleinen besonderen ort tortel am fjord, der erst seit kurzem strassenanbindung hat und zeigt, dass auch steile fjorde besiedelt werden koennen: alle haeuser sitzen auf den felsen und alle wege bestehen aus stegen, treppen und bruecken. das letzte stueck bis villa o´higgins war hartes brot, nach 3 stunden nimmt uns ein carabinero mit, und die letzten 90 kilometer verbringen wir hinten auf der ladeflaeche eines trucks. aber man kommt schon irgendwie und bisher auch immer puenktlich an.
morgen gehts mit dem boot und zufuss nach argentinien, wir schlucken und zaehlen schon unser bares, da sich der preis der ueberfahrtn seit letztem jahr verdoppelt (!) hat.

die natur auf der gesamten strecke war beeindruckend, so viele fluesse deren kroenung sich im rio baker findet, dem wasserreichsten fluss chiles, welcher allerdings durch ein staudammprojekt bedroht ist. netter weise hat uns ein chilene sehr geduldig das komplette projekt bei der fahrt erklaert. ob das projekt durchgefuehrt wird entscheidet sich mit dem ausgang der aktuellen praesidentenwahl. im moment, nach dem ersten wahlgang, liegt der chilenische berlusconi piñera vorne, auch hier ist anscheinend ein rechts ruck zu verspueren. wir versuchen auch immer darueber mit den leuten ins gespraech zu kommen, viele sind sehr erregt darueber allerdings sind auch viele chilenen politikmuede.

viele biker sind unterwegs, welche die strecke noch als schotterpiste geniessen. chile asphaltiert mit hochdruck die carretera...

hast luego amigos
georg und leña



 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 





 

Sonntag, 29. November 2009

die wellen waren gross

also, wir haben tatsaechlich ein boot bekommen und haben uns mit dieser plastikschale durch den pazifik gekaempft.
zunaechst aber moechte ich noch schnell einen nachtrag zu cochamò machen. das tal ist wirklich ein big wall paradies, die waende sind richtig hoch und es gibt so viel erstbegehungspotenzial, echt stark.
aber zurueck zum paddeln. wir also haben ein gelbes seekayak bekommen und sind wirklich los. zwar hatten wir mit dem einen typ sechs tage ausgemacht und der typ der uns das boot dann gegeben hat meinte vier - ihr seht es ist alles nicht so einfach. nach dem wir die noetige information ueber den fjort bekommen hatten ging es dann auch am naechsten tag los. zu unserer freude hatte es auch aufgehoert zu regenen und wir konnten die ersten stunden bei sonnenschein paddeln. vorbei an einer kleinen seeloewen kolonie ging es in einen kleinen seitenfjord im pumalin park. stolz so schnell und bei relativ guten wetter, es hatte ja nur ab und zu geregnet, stellten wir unser zelt auf. nach dem wir unsere essen gemacht hatten fing es mal wieder an zu regnen allerdings hoerte es diesmal nicht wieder auf. also am naechsten morgen, alles war nass und klam, wieder in die klamotten und weiter frieren. bei regen und viel wind und dementsprechen hohen wellen sind wir zu der stelle gekommen an dem uns die lokalen guides sagten "ja, da muesst ihr aufpassen, da gibt es grosse wellen, die von den felsen zurueck geworfen werden. und wenn dich dann der wind an die felsen drueckt...". also bei uns war viel wind, grosse wellen und eine froehliche, wenn auch frierende lena und ein ziemlich geforderter georg (also ich), der sich dacht, warum kann man den sport nicht einfach auch wie klettern nur bei schoenen wetter machen? also wir weiter - mich hatte nur noch der gedanke an die aqua termales weiter paddeln lassen und der gedanke das es im naechsten kleinern fjord ja wieder weniger wellen geben muss. vorbei an grossen kliffs, parallel zu den wellen und voellig nass sind wir dann auch in den fjord gekommen und konnten uns erst mal ueber eine grosse seeloewenkolonie freuen. in unserer freude so schnell und gut durchgekommen zu sein sind wir voellig plan los ganz nah ran gefahren, was die seeloewen nicht so gut fanden und alle ins wasser gekommen sind. meine fresse - da war es wieder das unwohle gefuehl nur in so einen kleinen boot zu sitzen. ich meine nur noch zur lena: los lass paddeln, ich will hier weg. verfolgt von aus dem wasser schauenden seeloewen ging es dann zu den heissen quellen in denen wir uns stundenlang aufheizen liessen. am abend hoerte dann auch der regen auf und am naechsten tag konnten wir die "gefaehrliche" stelle auf spiegelglattem wasser passieren. von so viel stille motiviert dachten wir, wir koennten die naechste insel auf der pazfik zugewanten seite passieren und dort die letzte nacht auf einen schoenen sandstrand zelten. leider hatte sich der wind das anders gedacht und uns bei erreichen des pazifiks zurueck geschickt, da war mir schon echt mulmig und endlich meinte auch lena, dass die wellen richtig gross waren. also vier stunden fuer die katz durch die wellen gepaddelt und insgesamt acht stunden im boot. wir waren ganz schoen fertig. abends eine interessante begegnung mit einem alten Fischer, der uns in aller seelenruhe viel ueber die gegend erzaehlt hat, also, glauben wir, war ja alles spanisch, aber ein paar brocken kommen doch an. am letzten tag ging es nur noch zurueck. also ums klar zustellen: die tour war echt super!

hier noch ein paar bilder auch vom vulkan und cochamò.
L&G

Volcano Villarica



















Regentage im Valle Cochamò


















Seekajaken im Pumalin Park







Montag, 23. November 2009

Padagonischer Landregen

Jetzt ist schon wieder eine ganze Menge passiert. Unsere Liebe zur Nebensaison wird leider weiter auf harte Proben gestellt. Wieder einmal geniessen wir zwar die noch nicht ueberfuellten Strassen Pucòns und Puerte Varas andererseits reduziert sich weiterhin jegliches Vorhaben auf die Minimumvariante. In Pucon besteigen wie den Vulcano Villarica. 4 Stunden tapferes Stapfen durch den Schnee, am Ende noch die Steigeisen an die Schuhe und dann doch keine Lava... dafuer beissender Rauch, der uns nicht atmen laesst. Trotzdem erhaschen wir Blicke ins Innere und und wollen uns garnicht vorstellen in so einen Schlund hinein zu fallen, gruselig. Der Abstieg wunderbar einfach auf dem Hintern. Ein einziges ins-Tal-sausen. Einigermassen durchnaesst schliessen wir die Tour ab und machen uns auch gleich am naechsten Tag auf weiter in den Sueden.
In Puerto Varas holt uns der patagonische Regen schliesslich ein. Wir schaffen es uns ein Kayak zu organisieren fuer einpaar Tage spaeter (morgen gehts los).
Zwischendurch nehmen wir uns das Valle Cochamò vor. Der Aufstieg ist eine einzige Herausforderung. Schlamming, kleinere und groessere Fluesse auf dem Trail, teilweise ist der Trail in den Boden gegraben, wie kleine Schluchtem, die uns manchmal bis ueber den Kopf reichen. Der Trail wird seit schon immer zuerst von den Ureinwohnern und nun von Pferden mit Touristen auf dem Buckel begangen, welches der Grund fuer die Schluchten ist. Aber wir suchen uns tapfer Wege um die schlimmsten Stellen und kommen erschoepft nach 6 Stunden (anstatt angekuendigten 4) im El Refugio an.
Den ersten Tag sitzen wir den Regen aus und fuehlen uns wohl bei Daniel, Silvina und Zen, die das Refugio mit Liebe aufbauen und Dreh- und Angelpunkt fuer alle Kletterer sind. Georg stoebert im handgezeichneten Topo und Daniel kann nicht aufhoeren von der jungfraeulichkeit der umliegenden Felsen zu schwaermen. Der ein oder andere Bekannte aus Sachsen hat sich hier auch schon First Ascents erarbeitet.
Der Zweite Tag laesst uns eine Wanderng den La Junta hinauf antreten, wunderschoenster kalter Regenwald, unberuehrte Natur, Baeume riesig und gross. Der Pfad ein Abenteuer und oben noch Schnee, der uns eine Pause mir nassen Fuessen beschert.
Abstieg am Naechsten Tag und Weiterreise nach Hornopirèn. Dort sollen wir den Guide mit unserem Kajak treffen, hoffentlich klappts auch so wie ausgemacht, die Absprache war teilweise sehr abenteuerlich und verwirrend, aber eigentlich recht unkompliziert.
Morgen gehts also los, mit dem Boetchen nach Sueden, die umliegenden Inseln und den Pumalin Park erkunden.
5 Tage. Wird schon. Der Regen kommt und geht, wir werden tapfer sein muessen.
Hasta luego, Amigos.
Lena&Georg

Freitag, 13. November 2009

circuito condores

holá amigos,
die letzten tage waren wir nun endlich mit unseren fuessen unterwegs. unsere erste wanderung sollte der kondor-rundweg sein, beginnend in vilches in der naehe von talca.
erste informationen haben wir uns von franz und malte erhoft, trekkingkartenverleger sowie reisefuehrerautor, niedergelassen bei talca. haben uns ein bettchen geleistet fuer eine nacht, das abendessen sausengelassen (sooo teuer) und gleich am naechsten tag weg. info leider: tja, zu frueh dran, noch zu viel schnee...
wollten selber sehen und haben uns auch nicht durch die rangerin entmutigen lassen, die uns die river crossings mit bis zum hals beschrieben hat ("you know the movie Into The Wild? yeah, like that."). am ersten tag bis zum fluss und gesehen, dass knietief angesagt war.
sind in zwei tagen zu den aqua termales, ein sehr anspruchsvoller trail, viel geroell, viel gepaeck, hatten ja fuer 8 tage essen dabei. huefte, schultern, fuesse, alles hat der reihe nach mal wehgetan.
die aqua termales, waren leider nur ein lauwarmes bad, dass wir allerdings mit einer immensen aussicht auf eine sattgruene ebene mit kuehen und pferden, gaensen und hasen genossen haben (am abend und natuerlich auch am morgen, da war allerdings die morgensonne schon waermer als das bad... hmpf, naja.) rundherum bimsstein duenen, im ruecken ein vulkan, schnee auf den umliegenden bergkaemmen. wunderschoen...
auf dem rueckweg zeitgelassen, denn der rundweg waere tatsaechlich eine expedition durch schnee und eis gewesen. ein deutsches paerchen getroffen, seit sieben monaten zufuss durch chile unterwegs, einen wagen dabei und schon seit lima auf den beinen... auf nach feuerland... beieindruckend.
und nun in talca again, warten auf den buss nach pucón. mal sehen was uns dort erwartet.
uns gehts gut. lasst es euch auch gut gehen, ja? ganz sicher.
danke fuer eure kommentare :)
lenageorg




Freitag, 6. November 2009

Bolivia - ganz spontan

Viel Glueck wuenschen wir dir, Elijas. Hmm...
Wer ist Elijas. Ich werd mal von vorne anfangen. In San Pedro angekommen hatten wir ja schon angedeutet, dass es Touren ueber Touren gibt und wir uns schon unwohl gefuehlt haben da es fast den anschein hatte, man muss eine Tour machen. Wir hatten uns dann auch durchgerungen und haben ein Tour gemacht. Wir hatten uns fuer drei Tage Bolivien enschieden. Das war ne super Sache, wir sind am 01.11. nach Bolivien und haben dort unseren Fahrer, Elijas, kennen gelernt. Der Typ war ganz nett, hatte den Toyota Land Cruser auch ordentlich getreten und es hatte richtig Spass gemacht mit ihm ueber die Hochebenen und Paesse von bis zu 5100m zu heitzen.
Hatten wunderschoene Lagunen mit Flamingos ohne Ende und vielen Vicuñas (das sind die nicht domestzierten Lamas, sind verwand mit den Kamelen) gesehen. War einfach superbeeindruckend so eine Natur zu sehen. Brodelnder Schlamm und die Geysere haben auch nicht gefehlt. Hoehenkrank sind wir dieses mal auch nicht geworden. Also alles super.
Am dritten Tag sollte es dann auch noch ins "Valle de la Roca " gehen, was laut Internet ein super schoenes Bouldergebiet ist und einiges zu bieten hat. Ich (Georg) war schon ganz heiss drauf und dachte "jetzt ist aber genug von den vielen Flamingos" und hatte fruehs auch gleich die Kletterschuhe in den Tagesrucksack gepackt. Und jetzt kommt Elijas wieder ins Spiel. Wir also puenktlich vorm Haus und warten auf unser Auto, aber das war nicht da und Elijas auch nicht. Die anderen Fahrer hatten uns auch nichts gesagt was los ist. Also wieder mal warten und nach zwei Stunden kam dann ein anderes Auto mit anderem Fahrer. Am Anfang hatte man uns gesagt der haette einen schoenen Abend gehabt und schlaeft heute nen bisschen laenger, aber spaeter hatten wir dann raus bekommen, dass er sich wohl mit dem Jeep aus dem Staub gemacht hat. Is schon krass und wahrscheinlich fuer uns nicht so wirklich nachvollziehbar, aber wenn man darueber nachdenkt: Bolivien ist das aermste Land Suedamerikas und der Jeep war fast neu. Da gibts quasi einige Jahresgehaelter auf einmal wenn er die Kiste verkaufen kann.
Jetzt zurueck zu unserem dritten Tag, wir also super spaet dran und auch noch mit zwei anderen Autos unterwegs und alles dauert sooo lange. Ich werde schon nervoes und kann die super schoene Insel in einer Salzwueste, mit einen durchmesser von 180 km, garnicht mehr geniessen. Dabei war dass super cool, weil da war mal vor na uebelst langen Zeit Meer, und jetzt nicht mehr, aber die Korallen sind noch da, also echt Korallen neben Kakteen.
ABER die zeit laeuft und ich will ja noch ins "Valle de la Roca" ... ich erspare euch die einzellheiten meiner verzweifelten Spanischversuche. Den leuten war klar das ich da hin will und auch nicht im Dunkeln ... es war finster, ich habe nicht viel gesehen. schei... nur der Mond war voll und ganz bei der Sache und die beeindruckenden Felsformationen wirkten gespenstisch im Mondlicht.
Auch wenn am Ende nur noch Gefahre war, war die Tour wirklich schoen.
Jetzt sind wir in Santiago de Chile und zu unserer verwunderung ist es gar nicht so schlimm wie viele sagen. Morgen gehts aber auch schon weiter. Wir wollen nach der Wueste endlich in einen gruenen Nationalpark. Mal schauen wies wird.

reingehauen!

aso, traveler cheques story haetten wir auch noch aber die ist echt
zu lang und zu bloede *kopfschutteln* hat zur Finsternis im Valle beigetragen.






Samstag, 31. Oktober 2009

Chile

also wir dachten ja das wir garnicht so oft zum schreiben kommen aber internet gibt es an jeder ecke und wird dir auch in manch hostel for free hinterhergeworfen. im gegensatz zum internet verhaehlt es sich ganz anders mit den geldautomaten. gestern, nach dem wir eine wunderschoene busfahrt ueber dem paso de jama hatten, sind wir in san perdro de atarcama angekommen mit keinen chilenischen pesos. und weil der bus "problemo del mechaniko" hatte und wir schon in jujuy auf immer ein bisschen spaeter vertroestet wurden kamen wir dementsprechen spaet an. am ende waren es fuenf stunden und wir konnten glaube ich nicht so richtig schnell fahren... naja in san pedro waren wir dann also erst um 23.30 anstatt 17 uhr. der einzigste geldautomat wollte nur ec oder mastercard haben. ich dacht noch oh cool ich hab ja meine ec karte mit aber die hat der automat nur gesperrt und wollte sie dann auch nicht mehr. die meisten hostels hatten auch schon zu und die die offen hatten wollten kein plastegeld haben. also versuchten wir jemanden zu erklaeren das wir erst morgen bezahlen koennen ... aber ohne erfolg. spaeter in der nacht hat uns dann victor aufgegabelt und uns ein bisschen ausserhalb untergebracht. voll die touristenfuerer labertasche aus peru und ne super nette unterkunft. heute aber erst noch auf der suche nach cash. nachdem die ATM uns den vogel gezeigt hat wollten wir unsere traveler cheques nutzen, ganz gluecklich, dass wir ja mehrere optionen haben an cash zu kommen. aber alle exchange butzen haben ihre traveler cheque option gestrichen oder ueberklebt, suuuper. super tip war dann zur gasstation zu gehen, den leuten ihr bezin mit visa zu bezahlen, weil bezahlen geht mit visa, und von denen cash zu kriegen. gesagt getan. nachdem wir also unsere argentina pesos zu boesen konditionen getauscht, leuten ihr gas bezahlt haben und damit zumindest unsere miete und abissl mehr zusammen hatten, sind wir einem visaautomaten begegnet... haha... der war aber alle oder so... naja, aber wir wissens fuer spaeter. die meisten die was mit den touristen hier zu tun haben kommen von auserhalb, sprich europaer oder amis die hier aussteigen. an den einheimischen geht der touristische erfolg leider weitestgehend vorbei. der ort ist auch komplet in der innenstadt von reiseunternehemen ueberzogen die alle touren in die umgebeung anbieten. erschlagen von den ganzen angeboten die uns hier rechts und links anspringen sind wir uns erst recht unsicher was wir machen wollen ohen die ganz dicke kohle den leuten in den hals zu schmeissen. hier noch ein paar fotos. aso, und spanisch zu koennen waere ja doch mal nen vorteil, schon alleine bei der essens bestelleung.