Montag, 23. November 2009

Padagonischer Landregen

Jetzt ist schon wieder eine ganze Menge passiert. Unsere Liebe zur Nebensaison wird leider weiter auf harte Proben gestellt. Wieder einmal geniessen wir zwar die noch nicht ueberfuellten Strassen Pucòns und Puerte Varas andererseits reduziert sich weiterhin jegliches Vorhaben auf die Minimumvariante. In Pucon besteigen wie den Vulcano Villarica. 4 Stunden tapferes Stapfen durch den Schnee, am Ende noch die Steigeisen an die Schuhe und dann doch keine Lava... dafuer beissender Rauch, der uns nicht atmen laesst. Trotzdem erhaschen wir Blicke ins Innere und und wollen uns garnicht vorstellen in so einen Schlund hinein zu fallen, gruselig. Der Abstieg wunderbar einfach auf dem Hintern. Ein einziges ins-Tal-sausen. Einigermassen durchnaesst schliessen wir die Tour ab und machen uns auch gleich am naechsten Tag auf weiter in den Sueden.
In Puerto Varas holt uns der patagonische Regen schliesslich ein. Wir schaffen es uns ein Kayak zu organisieren fuer einpaar Tage spaeter (morgen gehts los).
Zwischendurch nehmen wir uns das Valle Cochamò vor. Der Aufstieg ist eine einzige Herausforderung. Schlamming, kleinere und groessere Fluesse auf dem Trail, teilweise ist der Trail in den Boden gegraben, wie kleine Schluchtem, die uns manchmal bis ueber den Kopf reichen. Der Trail wird seit schon immer zuerst von den Ureinwohnern und nun von Pferden mit Touristen auf dem Buckel begangen, welches der Grund fuer die Schluchten ist. Aber wir suchen uns tapfer Wege um die schlimmsten Stellen und kommen erschoepft nach 6 Stunden (anstatt angekuendigten 4) im El Refugio an.
Den ersten Tag sitzen wir den Regen aus und fuehlen uns wohl bei Daniel, Silvina und Zen, die das Refugio mit Liebe aufbauen und Dreh- und Angelpunkt fuer alle Kletterer sind. Georg stoebert im handgezeichneten Topo und Daniel kann nicht aufhoeren von der jungfraeulichkeit der umliegenden Felsen zu schwaermen. Der ein oder andere Bekannte aus Sachsen hat sich hier auch schon First Ascents erarbeitet.
Der Zweite Tag laesst uns eine Wanderng den La Junta hinauf antreten, wunderschoenster kalter Regenwald, unberuehrte Natur, Baeume riesig und gross. Der Pfad ein Abenteuer und oben noch Schnee, der uns eine Pause mir nassen Fuessen beschert.
Abstieg am Naechsten Tag und Weiterreise nach Hornopirèn. Dort sollen wir den Guide mit unserem Kajak treffen, hoffentlich klappts auch so wie ausgemacht, die Absprache war teilweise sehr abenteuerlich und verwirrend, aber eigentlich recht unkompliziert.
Morgen gehts also los, mit dem Boetchen nach Sueden, die umliegenden Inseln und den Pumalin Park erkunden.
5 Tage. Wird schon. Der Regen kommt und geht, wir werden tapfer sein muessen.
Hasta luego, Amigos.
Lena&Georg

2 Kommentare:

  1. Trotz Regen und Schnee kann ich nur sagen: NEID!!
    Ich wünsche euch eine wunderschöne Bootstour ;-)
    Liebe Grüße Frederike

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  2. Klingt alles sehr abenteuerlich und improvisiert, aber das kann ja auch was haben :) auf jeden Fall spannend! Weiterhin eine gute, aufregende (und hoffentlich ab und zu erholsame/entspannte) Zeit. Liebe Grüße aus dem (auch verregneten) Frankfurt.. Nina

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