Sonntag, 29. November 2009

die wellen waren gross

also, wir haben tatsaechlich ein boot bekommen und haben uns mit dieser plastikschale durch den pazifik gekaempft.
zunaechst aber moechte ich noch schnell einen nachtrag zu cochamò machen. das tal ist wirklich ein big wall paradies, die waende sind richtig hoch und es gibt so viel erstbegehungspotenzial, echt stark.
aber zurueck zum paddeln. wir also haben ein gelbes seekayak bekommen und sind wirklich los. zwar hatten wir mit dem einen typ sechs tage ausgemacht und der typ der uns das boot dann gegeben hat meinte vier - ihr seht es ist alles nicht so einfach. nach dem wir die noetige information ueber den fjort bekommen hatten ging es dann auch am naechsten tag los. zu unserer freude hatte es auch aufgehoert zu regenen und wir konnten die ersten stunden bei sonnenschein paddeln. vorbei an einer kleinen seeloewen kolonie ging es in einen kleinen seitenfjord im pumalin park. stolz so schnell und bei relativ guten wetter, es hatte ja nur ab und zu geregnet, stellten wir unser zelt auf. nach dem wir unsere essen gemacht hatten fing es mal wieder an zu regnen allerdings hoerte es diesmal nicht wieder auf. also am naechsten morgen, alles war nass und klam, wieder in die klamotten und weiter frieren. bei regen und viel wind und dementsprechen hohen wellen sind wir zu der stelle gekommen an dem uns die lokalen guides sagten "ja, da muesst ihr aufpassen, da gibt es grosse wellen, die von den felsen zurueck geworfen werden. und wenn dich dann der wind an die felsen drueckt...". also bei uns war viel wind, grosse wellen und eine froehliche, wenn auch frierende lena und ein ziemlich geforderter georg (also ich), der sich dacht, warum kann man den sport nicht einfach auch wie klettern nur bei schoenen wetter machen? also wir weiter - mich hatte nur noch der gedanke an die aqua termales weiter paddeln lassen und der gedanke das es im naechsten kleinern fjord ja wieder weniger wellen geben muss. vorbei an grossen kliffs, parallel zu den wellen und voellig nass sind wir dann auch in den fjord gekommen und konnten uns erst mal ueber eine grosse seeloewenkolonie freuen. in unserer freude so schnell und gut durchgekommen zu sein sind wir voellig plan los ganz nah ran gefahren, was die seeloewen nicht so gut fanden und alle ins wasser gekommen sind. meine fresse - da war es wieder das unwohle gefuehl nur in so einen kleinen boot zu sitzen. ich meine nur noch zur lena: los lass paddeln, ich will hier weg. verfolgt von aus dem wasser schauenden seeloewen ging es dann zu den heissen quellen in denen wir uns stundenlang aufheizen liessen. am abend hoerte dann auch der regen auf und am naechsten tag konnten wir die "gefaehrliche" stelle auf spiegelglattem wasser passieren. von so viel stille motiviert dachten wir, wir koennten die naechste insel auf der pazfik zugewanten seite passieren und dort die letzte nacht auf einen schoenen sandstrand zelten. leider hatte sich der wind das anders gedacht und uns bei erreichen des pazifiks zurueck geschickt, da war mir schon echt mulmig und endlich meinte auch lena, dass die wellen richtig gross waren. also vier stunden fuer die katz durch die wellen gepaddelt und insgesamt acht stunden im boot. wir waren ganz schoen fertig. abends eine interessante begegnung mit einem alten Fischer, der uns in aller seelenruhe viel ueber die gegend erzaehlt hat, also, glauben wir, war ja alles spanisch, aber ein paar brocken kommen doch an. am letzten tag ging es nur noch zurueck. also ums klar zustellen: die tour war echt super!

hier noch ein paar bilder auch vom vulkan und cochamò.
L&G

Volcano Villarica



















Regentage im Valle Cochamò


















Seekajaken im Pumalin Park







Montag, 23. November 2009

Padagonischer Landregen

Jetzt ist schon wieder eine ganze Menge passiert. Unsere Liebe zur Nebensaison wird leider weiter auf harte Proben gestellt. Wieder einmal geniessen wir zwar die noch nicht ueberfuellten Strassen Pucòns und Puerte Varas andererseits reduziert sich weiterhin jegliches Vorhaben auf die Minimumvariante. In Pucon besteigen wie den Vulcano Villarica. 4 Stunden tapferes Stapfen durch den Schnee, am Ende noch die Steigeisen an die Schuhe und dann doch keine Lava... dafuer beissender Rauch, der uns nicht atmen laesst. Trotzdem erhaschen wir Blicke ins Innere und und wollen uns garnicht vorstellen in so einen Schlund hinein zu fallen, gruselig. Der Abstieg wunderbar einfach auf dem Hintern. Ein einziges ins-Tal-sausen. Einigermassen durchnaesst schliessen wir die Tour ab und machen uns auch gleich am naechsten Tag auf weiter in den Sueden.
In Puerto Varas holt uns der patagonische Regen schliesslich ein. Wir schaffen es uns ein Kayak zu organisieren fuer einpaar Tage spaeter (morgen gehts los).
Zwischendurch nehmen wir uns das Valle Cochamò vor. Der Aufstieg ist eine einzige Herausforderung. Schlamming, kleinere und groessere Fluesse auf dem Trail, teilweise ist der Trail in den Boden gegraben, wie kleine Schluchtem, die uns manchmal bis ueber den Kopf reichen. Der Trail wird seit schon immer zuerst von den Ureinwohnern und nun von Pferden mit Touristen auf dem Buckel begangen, welches der Grund fuer die Schluchten ist. Aber wir suchen uns tapfer Wege um die schlimmsten Stellen und kommen erschoepft nach 6 Stunden (anstatt angekuendigten 4) im El Refugio an.
Den ersten Tag sitzen wir den Regen aus und fuehlen uns wohl bei Daniel, Silvina und Zen, die das Refugio mit Liebe aufbauen und Dreh- und Angelpunkt fuer alle Kletterer sind. Georg stoebert im handgezeichneten Topo und Daniel kann nicht aufhoeren von der jungfraeulichkeit der umliegenden Felsen zu schwaermen. Der ein oder andere Bekannte aus Sachsen hat sich hier auch schon First Ascents erarbeitet.
Der Zweite Tag laesst uns eine Wanderng den La Junta hinauf antreten, wunderschoenster kalter Regenwald, unberuehrte Natur, Baeume riesig und gross. Der Pfad ein Abenteuer und oben noch Schnee, der uns eine Pause mir nassen Fuessen beschert.
Abstieg am Naechsten Tag und Weiterreise nach Hornopirèn. Dort sollen wir den Guide mit unserem Kajak treffen, hoffentlich klappts auch so wie ausgemacht, die Absprache war teilweise sehr abenteuerlich und verwirrend, aber eigentlich recht unkompliziert.
Morgen gehts also los, mit dem Boetchen nach Sueden, die umliegenden Inseln und den Pumalin Park erkunden.
5 Tage. Wird schon. Der Regen kommt und geht, wir werden tapfer sein muessen.
Hasta luego, Amigos.
Lena&Georg

Freitag, 13. November 2009

circuito condores

holá amigos,
die letzten tage waren wir nun endlich mit unseren fuessen unterwegs. unsere erste wanderung sollte der kondor-rundweg sein, beginnend in vilches in der naehe von talca.
erste informationen haben wir uns von franz und malte erhoft, trekkingkartenverleger sowie reisefuehrerautor, niedergelassen bei talca. haben uns ein bettchen geleistet fuer eine nacht, das abendessen sausengelassen (sooo teuer) und gleich am naechsten tag weg. info leider: tja, zu frueh dran, noch zu viel schnee...
wollten selber sehen und haben uns auch nicht durch die rangerin entmutigen lassen, die uns die river crossings mit bis zum hals beschrieben hat ("you know the movie Into The Wild? yeah, like that."). am ersten tag bis zum fluss und gesehen, dass knietief angesagt war.
sind in zwei tagen zu den aqua termales, ein sehr anspruchsvoller trail, viel geroell, viel gepaeck, hatten ja fuer 8 tage essen dabei. huefte, schultern, fuesse, alles hat der reihe nach mal wehgetan.
die aqua termales, waren leider nur ein lauwarmes bad, dass wir allerdings mit einer immensen aussicht auf eine sattgruene ebene mit kuehen und pferden, gaensen und hasen genossen haben (am abend und natuerlich auch am morgen, da war allerdings die morgensonne schon waermer als das bad... hmpf, naja.) rundherum bimsstein duenen, im ruecken ein vulkan, schnee auf den umliegenden bergkaemmen. wunderschoen...
auf dem rueckweg zeitgelassen, denn der rundweg waere tatsaechlich eine expedition durch schnee und eis gewesen. ein deutsches paerchen getroffen, seit sieben monaten zufuss durch chile unterwegs, einen wagen dabei und schon seit lima auf den beinen... auf nach feuerland... beieindruckend.
und nun in talca again, warten auf den buss nach pucón. mal sehen was uns dort erwartet.
uns gehts gut. lasst es euch auch gut gehen, ja? ganz sicher.
danke fuer eure kommentare :)
lenageorg




Freitag, 6. November 2009

Bolivia - ganz spontan

Viel Glueck wuenschen wir dir, Elijas. Hmm...
Wer ist Elijas. Ich werd mal von vorne anfangen. In San Pedro angekommen hatten wir ja schon angedeutet, dass es Touren ueber Touren gibt und wir uns schon unwohl gefuehlt haben da es fast den anschein hatte, man muss eine Tour machen. Wir hatten uns dann auch durchgerungen und haben ein Tour gemacht. Wir hatten uns fuer drei Tage Bolivien enschieden. Das war ne super Sache, wir sind am 01.11. nach Bolivien und haben dort unseren Fahrer, Elijas, kennen gelernt. Der Typ war ganz nett, hatte den Toyota Land Cruser auch ordentlich getreten und es hatte richtig Spass gemacht mit ihm ueber die Hochebenen und Paesse von bis zu 5100m zu heitzen.
Hatten wunderschoene Lagunen mit Flamingos ohne Ende und vielen Vicuñas (das sind die nicht domestzierten Lamas, sind verwand mit den Kamelen) gesehen. War einfach superbeeindruckend so eine Natur zu sehen. Brodelnder Schlamm und die Geysere haben auch nicht gefehlt. Hoehenkrank sind wir dieses mal auch nicht geworden. Also alles super.
Am dritten Tag sollte es dann auch noch ins "Valle de la Roca " gehen, was laut Internet ein super schoenes Bouldergebiet ist und einiges zu bieten hat. Ich (Georg) war schon ganz heiss drauf und dachte "jetzt ist aber genug von den vielen Flamingos" und hatte fruehs auch gleich die Kletterschuhe in den Tagesrucksack gepackt. Und jetzt kommt Elijas wieder ins Spiel. Wir also puenktlich vorm Haus und warten auf unser Auto, aber das war nicht da und Elijas auch nicht. Die anderen Fahrer hatten uns auch nichts gesagt was los ist. Also wieder mal warten und nach zwei Stunden kam dann ein anderes Auto mit anderem Fahrer. Am Anfang hatte man uns gesagt der haette einen schoenen Abend gehabt und schlaeft heute nen bisschen laenger, aber spaeter hatten wir dann raus bekommen, dass er sich wohl mit dem Jeep aus dem Staub gemacht hat. Is schon krass und wahrscheinlich fuer uns nicht so wirklich nachvollziehbar, aber wenn man darueber nachdenkt: Bolivien ist das aermste Land Suedamerikas und der Jeep war fast neu. Da gibts quasi einige Jahresgehaelter auf einmal wenn er die Kiste verkaufen kann.
Jetzt zurueck zu unserem dritten Tag, wir also super spaet dran und auch noch mit zwei anderen Autos unterwegs und alles dauert sooo lange. Ich werde schon nervoes und kann die super schoene Insel in einer Salzwueste, mit einen durchmesser von 180 km, garnicht mehr geniessen. Dabei war dass super cool, weil da war mal vor na uebelst langen Zeit Meer, und jetzt nicht mehr, aber die Korallen sind noch da, also echt Korallen neben Kakteen.
ABER die zeit laeuft und ich will ja noch ins "Valle de la Roca" ... ich erspare euch die einzellheiten meiner verzweifelten Spanischversuche. Den leuten war klar das ich da hin will und auch nicht im Dunkeln ... es war finster, ich habe nicht viel gesehen. schei... nur der Mond war voll und ganz bei der Sache und die beeindruckenden Felsformationen wirkten gespenstisch im Mondlicht.
Auch wenn am Ende nur noch Gefahre war, war die Tour wirklich schoen.
Jetzt sind wir in Santiago de Chile und zu unserer verwunderung ist es gar nicht so schlimm wie viele sagen. Morgen gehts aber auch schon weiter. Wir wollen nach der Wueste endlich in einen gruenen Nationalpark. Mal schauen wies wird.

reingehauen!

aso, traveler cheques story haetten wir auch noch aber die ist echt
zu lang und zu bloede *kopfschutteln* hat zur Finsternis im Valle beigetragen.