aber zurueck, wir sind vom paddeln ueber puerto montt nach chiloe, chiles groesster insel, und konnten es bei schoensten wetter erleben. dabei dachten wir schon, dass wir vollends opfer von el niño sind. aber mittlerweile ist der winter direkt in den sommer uebergegangen, was nicht bedeutet, dass nur die sonne scheint aber wir sind ja auch in patagonien.
nach dem wir von quellon wieder aufs festland uebergesetz hatten, sind wir durch die in diesem jahr von einen vulkan zerstoerte stadt chaiten gefahren bzw. haben dort angefangen die "carretera austral capitano augusto pinochet" (oder einfach carretera austral) richtung sueden zu trampen, was uns wirklich viel spass macht, da wir langsamer geworden sind und mehr zufaellige begenungen mit leuten aus aller welt und noch viel mehr aus dieser gegend haben. durch eine dieser begenungen sind wir auch zu gerd und lilly gekommen. die beiden sind vor sieben jahren nach patagonien ausgewandert, nachdem lilly mit neun jahren mit ihrer familie auf grund des damaligen regiemes nach deutschland fluechtete. es wahren zwei herrliche tage abseits der carretera (georg mit zwille auf hasenjagd...).
- kleine notiz am rande, immer mit kreditkarten unterschiedlicher banken unterwegs sein. weil die DKB dachte es gibt ein neues sicherheitsmerkmal auf kreditkarten hat sie uns beiden neu zugesendet und die alten gesperrt. da haben wir erst mal ganz schoen in die roehre geschaut. good old traveler cheques haben uns dann weitergeholfen. allerdings ist das schon bloede so ohne plastik geld. was wir haben muss nun erstmal reichen. hoffen, wir kommen gleichzeitig mit unseren neuen karten in punta arenas an. -
back on trek sind wir schnell vorangekommen, puerto tranquilo mit wunderschoenen natuerlichen marmorhoehlen, ausgewaschen durch die ewige welle des sees. den kleinen besonderen ort tortel am fjord, der erst seit kurzem strassenanbindung hat und zeigt, dass auch steile fjorde besiedelt werden koennen: alle haeuser sitzen auf den felsen und alle wege bestehen aus stegen, treppen und bruecken. das letzte stueck bis villa o´higgins war hartes brot, nach 3 stunden nimmt uns ein carabinero mit, und die letzten 90 kilometer verbringen wir hinten auf der ladeflaeche eines trucks. aber man kommt schon irgendwie und bisher auch immer puenktlich an.
morgen gehts mit dem boot und zufuss nach argentinien, wir schlucken und zaehlen schon unser bares, da sich der preis der ueberfahrtn seit letztem jahr verdoppelt (!) hat.
die natur auf der gesamten strecke war beeindruckend, so viele fluesse deren kroenung sich im rio baker findet, dem wasserreichsten fluss chiles, welcher allerdings durch ein staudammprojekt bedroht ist. netter weise hat uns ein chilene sehr geduldig das komplette projekt bei der fahrt erklaert. ob das projekt durchgefuehrt wird entscheidet sich mit dem ausgang der aktuellen praesidentenwahl. im moment, nach dem ersten wahlgang, liegt der chilenische berlusconi piñera vorne, auch hier ist anscheinend ein rechts ruck zu verspueren. wir versuchen auch immer darueber mit den leuten ins gespraech zu kommen, viele sind sehr erregt darueber allerdings sind auch viele chilenen politikmuede.
viele biker sind unterwegs, welche die strecke noch als schotterpiste geniessen. chile asphaltiert mit hochdruck die carretera...
hast luego amigos
georg und leña
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