Donnerstag, 21. Januar 2010

Feuerland - ein Ende der Welt

Nun laufen uns schon langsam die Tage davon und wir koennen bald nur noch zurueck an Patagonien denken. Aber vieles hielten und halten die letzten Tage noch bereit.
Als wir uns endlich von Punta Arenas losreissen konnten wars wie ein neuer Start, noch einmal los, um unsere Reise hier in Patagonien abzuschliessen. Mit der Faehre haben wir nach Feuerland uebergesetzt, ganz gebannt was uns erwartet bzw wie wir vorankommen wuerden. Fuer alle Faelle Essen fuer ein paar Tage im Gepaeck, man weiss ja nie. Aber auch wenns leicht zaeh war, sind wir aus Porvenier, dem einzigen wirklichen chilenischen Ort auf Feuerland, gut weg gekommen. Unentwegt die vorbeiziehende Landschaft von der Ladeflaeche eines kleinen Lasters betrachtend vergingen 3 Stunden, gefuehlte eineinhalb. Weiter bald bis zur Grenze, und dank einer sechskoepfigen franzoesichen Familie, die jetzt in LaPaz/Bolivien lebt, sogar noch darueber hinaus und -zack- waren wir am Abend dann doch schon in Rio Grande, Argentinien. Untergekommen im Club Nautico, einem Paddelclub, super nett, mit Kueche und Tischtennis in der Bootshalle, witzig.
Weiter nach Ushuaia war hartes Brot. Aus einer grossen Stadt hinaus zu trampen... ueber 3 Stunden, dann endlich ein schweigsamer Lastenfahrer. Die Gegend wandelt sich auf der Fahrt nach Ushuaia, wo uns im Norden noch weite Pampa umgab, zeigt sich ein fliessender Uebergang hin zu bewalteten Huegeln und schliesslich queren wir die Bergkette am Beagle-Kanal und erreichen Ushuaia, die suedlichste Stadt der Welt.
Fuer uns ist hier tatsaechlich der suedlichste Punkt unserer Reise erreicht, unsere Blicke schweifen zwar ueber den Kanal zur Isla Navarino (Chile), und die Gedanken noch weiter nach Kap Horn, aber das ist alles nicht mehr bezahlbar. Vielleicht ein anderes Mal mit eigenem Segelboot... im Hafen liegen grosse und kleine Segler aus aller Welt und ein Schlendern ueber den Steg gibt Einblick in eine noch ganz andere Weise des Reisens.
Wir sind leider etwas planlos in Ushuaia und bis wir eine Idee bekommen was uns hier interessieren koennte haben wir uns leider schon die Spontanitaet verbaut und einen Bus gebucht, der uns auf Umwegen unserem Flieger entgegenbringt.
Wir geniessen die Ruhe Ushuaias auf dem Campingplatz, bestaunen die kleinen bis sehr grossen Allrad-Camper (meine Guete...) und beschliessen, das waer auch nochmal was - also die kleine Variante. hm... Im alten Gefaengnis, dem jetzigen Museum, verbringen wir viel Stunden.
Nun sind wir nach einem laangen Tag im Bus wieder auf dem Festland angekommen. Ein erneuter Stop in El Calafate und der zuvor verpasste Besuch am Perito Moreno Gletscher wird nachgeholt. Ein beeindruckender Gletscher. Wir sehen die Brocken mit Getoese stuerzen und diesmal ist es nicht schlimm, weil es einer der wenigen Gletscher ist die wachsen; alles was im Sommer faellt waechst im Winter noch schneller nach. Allerdings waechst auch hier der Megamassentourismus und so teilen wir das Geschehen mit vielen Menschen und deren Kameras. Wir waren trotzdem begeistert.
Heut abend gehts nun weiter nach Buenos Aires, nur noch ein kleiner Umweg ueber die Ruta 40.

Hier nun die letzten Gruesse aus Patagonien mit Wind und Sonne.
Georg&Lena


oh... Bilder folgen, der Computer will nicht.

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