Donnerstag, 31. Dezember 2009

Cabo Froward

Hóla hóla
nu kann uns mal nen richt´ger Stein vom Herzen fallen. Plopp! Unsere Rechnung ist voll aufgegangen, zurueck von der Wanderung liegen unsere Karten abholbereit auf dem Tresen. Yippiii. Auf die Post hier ist Verlass. Nach unserem spaerlichen Weihnachtsfest werden wir jetzt so richtig Silvester feiern ;)

Haben die letzten Tage eine wunderbare Wanderung gemacht. Zum suedlichsten Zipfel des amerikanischen Festlandes, Cabo Froward. Nachdem unser Guidebook sagt, ist nur mit local guide moeglich, hat uns unser Host vom Hostel mit Tips versorgt und auf die Reise geschickt. Wer mal in Punta Arenas ein Hostel sucht, Hostel Independencia is the place to go! Herrlich, der Hof ist proppenvoll mit Zelten, die Raeumlichkeiten maximal ausgenutzt, also eng und viel Leute, aber urgemuetlich, super Duschen (daran werden die Hostels bei uns gemessen), alles da und ein supernetter Hostmensch.

Der Weg zum Cabo fuehrt weitestgehend an der Kueste entlang und Strecken durch den Wald fuehren um felsige Abschnitte herum. Nachdem wir gehoert hatten, dass die Pfandfindung Pfadfinderleistungen abverlangt waren wir ueberrascht, dass ueberall die rosa Baendchen baumeln und matschige Strecken mit Baumstaemmen befestigt sind. Der abenteuerliche Trail wird also auch bewerkelt und idiotensicher gemacht. Einziges Hindernis koennten die Flussquerungen bleiben. Wer allerdings weiss, dass es Ebbe und Flut gibt, kann sich denken wann man schwimmen muss oder nur bis zu den Knieen nass wird. Mit schwerem Rucksack empfiehlt sich letzteres. Wir sind super durchgemommen, 32 Km Kueste mit Sand- und Kieselstrandgelatsche oder felsigem Geklettere im Wechsel mit Urwaldpfaden, die auch einiges an Handanlegen, Arschgerutsche und Ubersteigungskuensten fordern. Die Spinnenweben im verschwitzten Gesicht sagen aber auch, dass sich nicht viele Menschen hierher verirren. Wege ueber Hochmoore federn angenehm.
Das Cabo Froward ein wunderschoener nicht begehbarer Felsen, allerdings ein Gipfel dabei, der unuebersehbar mit einem gigantischen Kreuz gekennzeichnet ist, weil der Papst Juan Pablo II war ja mal hier, 1987, oder so. Der Blick von dort oben ist windgepeitscht. Ploetzlich nicht mehr an der windgeschuetzten Ostkueste des Kaps, sondern dem Wind von Westen ordentlich ausgesetzt, goennen wir uns eine Kap- und Gipfelschoki und versuchen uns der Bedeutung dieses Ortes bewusst zu werden bevor wir uns auf den Rueckweg machen. Nach zwei Tagen reinwandern gehts an Tag 3 und 4 zurueck. Gluecklicherweise verirren sich tatsaechlich Autos an das Ende der Strasse, sodass wir bis nach Punta Arenas zuruecktrampen.
Sehen wohl recht erschlagen aus, denn zwei liebe Hollaender laden uns zu ihrer Abendessenkreation ein, super nett, wir hatten sie in Puerto Natales schon getroffen und mit ihnen geschnackt.
Heute der 31.12.09. Gleich gehts Einkaufen fuer die Festlichkeiten. Unser Host bekocht das gesammte Hostelinnenleben, ein typisches chilenisches Gericht. In riesigen Toepfen gibts in Weinsosse gekochtes vielfaelltiges Seafood mit Kartoffeln und Fleisch. Hab den Namen vergessen, aber hoert sich gut an.
Wir hoffen, ihr feiert alle schoen und kraeftig und rutschelt gesund und munter ins neue Jahr.
Wir denken an euch.


 
 
 
 
 

3 Kommentare:

  1. Happy New Year ihr Suessen!!
    lg
    Kerry und Gabi

    AntwortenLöschen
  2. Wünsche Euch ein gesundes neues Jahr von der anderen Seite der Erde!
    Lasst es Euch gut gehen und genießt weiter Eure Reise!
    lg
    Micha

    AntwortenLöschen
  3. Hey ihr beiden! Schönes Neues Jahr mit vielen spannenden Abenteuern die aber bitte ALLE gut ausgehen! Ihr habt da ja nun schon einiges zu bieten...hier liegt fett der Schnee und wir pesen ohne Euch mit den Langläufern durch den dick verschneiten Auwald. Kommt bloss bald wieder...aber lasst Euch Zeit!
    Bine

    AntwortenLöschen