Dienstag, 9. März 2010

bilder

hier noch die bilder.
ayutthaya



sukhothai





chiang mai


thai kochkurs



wir haben nicht alles getestet.

Montag, 1. März 2010

BKK

Bangkok – mit bangem Herzen sind wir hier angekommen.Wir hatten ein wenig Angst, dass uns hier alles ueberrollt von der schieren Größe bis hin zu den TukTuks, dass wir uns der aufdringlichen Verkäufer nicht erwehren können und vielleicht sogar gleich wieder weg wollen.

Aber wies so ist, jeder muss sich sein Bild machen und uns gefällt BKK. Nun sind wir schon zwei Tage unterwegs gewesen, haben ewig viele Buddahstatuen betrachten können, in spannenden Garküchen gegessen, vieles nicht gegessen, auf der berühmten Khao San Road um die Preise gefeilscht, konnten immer rechtzeitig oder schon im Keim erstickend -Nein- sagen und haben sogar die Prinzessin Thailands bei einer Zeremonie zum Feiertag beobachten können.

In einem kleinen Rückblick fällt uns aber auf, dass wir ja nur mal kurz geschrieben hatten und dafür wirds hier nun etwas länger ;-)
Unsere Grenzquerung war relativ unspektakulär bis es ans Zugfahren im Süden Thailands ging. Mein erstes Mal nur eine Armlänge von einem Maschinengewehr entfernt - was hat man da für Gedanken als wohlbehütetes Kind seines Landes? Da wir oberflächlich über die Unruhen durch die muslimische Minderheit hier wissen, schleicht sich ein Gedanke ein, dass es vielleicht besser so ist, Gewaltprävention durch großes Show off...? Die meisten Patrollien durch den Zug haben wir dann eh verschlafen.
Achso, Georg erzählt euch dann nochmal von seinem erfolgreichen Bäckereibesuch, erinnert ihn dran.
Bis nach Krabi haben wir uns dann im Fluge weiterversandt und standen am Tage drauf auf dem Strand von Tonsai.
Tonsai hat uns ausgesprochen gut gefallen. Das Klettern ist enorm schön und der Blick einfach nicht von den riesigen Stalaktiten abzuwenden, das Drumherum ist herrlich entspannt, hier lässt sich die Zeit vergessen.
Und das ist uns dann auch aufgefallen, als ausversehen der Kletterführer mal aus den Händen glitt und der Thailand Guide uns gesagt hat: es geht weiter, Leute, gibt noch viel zu sehen. Und so ist unser kurzer (im Gegensatz zu anderen) Aufenthalt demgeschuldet, dass wir ja auf Reise sind, unsere Kletterei gerade mit dem Genießerniveau levelt und damit auch höchst befriedigt ist. Keiner von uns hatte große Projekte und Ziele am Hut, die mit nach Hause gebracht werden mussten. So hieß es nach 10 Tagen Abschied von Tonsai und in einem Rutsch nach BKK.

-ich (georg) muss aber sagen das tonsai nicht nur sonne war, leider wird der muell nicht richtig entsorgt und die felsen waren extrem belagert, das hatte ich noch in keinen abereren klettergebiet erlebt. es hatten auch andere kletterer gesagt die die letzten jahre da waren und gemeint das es sehr voll war und der muell zum problem wird. vielleicht bekommen die leute ja die kurve und es bleibt so ein schoener fleck zum klettern.wie auch immer, es ist schon echt der hammer im sonnenuntergang ueder weissen strand in besten kalkstein seine tour zu punkten, da kann man auch ueber ein paar warteminuten hinwegsehen.-

Unsere Transportmittelfindung unterlag einem uns recht düster erscheinendem Schatten. Viele Berichte über abhanden gekommene Gepäckstücke und in den Gepäckfächern versteckte Menschen, die währnend der Fahrt die Rucksäcke durchschauen, wollten uns den governmental Bus nehmen lassen, ...der aber schon voll war. Wir habens gewagt und einen Touri-privat-bus genommen und im Nachhinein natürlich mit unbegründeter Sorge.
Wir haben gemerkt, dass man sich hier entweder entspannen muss oder hier nicht reisen kann. Eine ewige Paranoia ist ungesund und den allermeisten Menschen tut man unrecht an. Somit arbeiten wir daran die asiatische Art der Touristentransportation gelassen hinzunehmen. Hinzu kommt nämlich noch der Umgangston der spätestens nach dem Bezahlen in höchst unfreundliches Bellen übergeht. Alle Erzählungen über die Freundlichkeit der Asiaten im Kopf, fragt man sich wo man hier gelandet ist. Ich war soo erschrocken und habe überlegt, ob es die Sprachbarriere ist... Aber im Grunde empfindet man sich als zu transportierender Tourist als Ärgernis, zumal man in diesen Bussen unter seines gleichen sitzt und damit in Massen auftritt
Tourist ist mein nächstes Stichwort. Wo wir doch versuchen „Backpacker“ zu sein, gelingt es in Thailand wohl nur schwer etwas anderes als vielleicht noch ein low budget Tourist zu sein. Thailand ist professionell inder Bündelung seiner Touristen und so hoffen wir genügend Raum für unsere individuelle Reise zu finden.
Nun also Bangkok. Kultur, nach viel Natur die wir gesehen und erlebt haben. Paläste und Tempel, die garnicht aufhören zu funkeln. Wir sind gespannt auf unsere Reise nach Norden, in der wir die Königsstädte der Vorzeit besuchen wollen.

- Ahm, was würdet ihr denken, wenn ihr in ein Hotel in Berlin kommt und da steht: Kein Eintritt für Deutsche! Unser Hostel liegt nahe der Khao San Rd und diese Gegend hier in BKK ist quasi von den Touristen der Welt übernommen worden. Außer den Menschen hinter ihren Ständen (es ist das Centrum für billigshopping überhaupt) sieht man hier nur Touristen und die Hotels werben damit, dass keine Thais im Hotel erlaubt sind und möchten damit die Sicherheit für ihre Kunden betonen. Sehr befremdlich und erschreckend, finden wir!-

Wir grüßen euch mit ein paar Photos.
Lena und Georg


 



  

  

  

 

Montag, 22. Februar 2010

Ao Ton Sai

fuer viele von euch ist das bestimmt der name ueberhaupt. und wir sind da... wir geniessen ausgiebig alles was man hier so machen kann - und das ist klettern!
man kann sich ja immer viel sagen lassen wie wahnsinnig toll irgendetwas ist und ist dann ueberwaeltigt und froh, dass man das ganze dann auch gleichermassen empfindet.
wir fuehlen uns wohl in unserem kleinen bungalow aus bambus, wir haben langsam einen ueberblick wies mit den restaurants und bars so steht und dass es sich tatsaechlich, ausser in der sonne, hervorragend klettern laesst. einzig unser nicht sehr umfangreiches training der letzten drei/vier monate laesst uns noch mehr schwitzen als die sonne. die freude ueber die gewaltigen felsformationen motiviert. .... hier nen paar bilderchen und dann gehts wieder an die wand.
wir denken an euch.

Ao Ton Sai - Tonsai Beach
 

 

  

  



 

  
 

Mittwoch, 17. Februar 2010

bilder

jetzt haben wirs es doch noch hinbekommen.













Dienstag, 16. Februar 2010

perhentian

so nen mist, jetzt wollte ich gerade nur nen foto von den perhentian islands hochladen und dann das bild fuer sich sprechen lassen, aber der virus hat schon wieder zugeschlagen und ich komme wieder nicht an die bilder ran. ich hoffe mal, dass ich das problem an meinem computer in den griff bekomme, leider hat man im internet cafe immer nur eingeschrengte moeglichkeiten.
also, ihr muesst euch einfach eine tropische insel mit weisen straenden und palmen vorstellen, jetzt noch die ganzen touristen weg, waren nicht so viele, so, und jetzt noch den perfekten sonnenuntergang und jetzt habt ihr ne idee wie und wo wir die letzten tage unsere seele haben baumlen lassen. dazu, kommt unsere huette direkt am strand, nur ein paar schritte ins meer, ein paar weitere und das schnorchelzeug kann eingesetzt werden. ich dachte ja immer so ne insel wird langweilig, aber ich war jeden tag ewig schnorcheln und habe ganz viele nemo fische - ist ja eigentlich nen clown fisch, aber seit pixar da mal so nen film gemacht hat, ist nemo fisch wohl das gelaeufigere wort - und noch ganz viele andere fische, corallen und auch haie gesehen, die waren aber nicht so gross, hab mich aber trotzdem wie die sau erschrocken als das vieh auf mich zu geschwommen kam. schildkroeten solls da auch geben, die wollten wir eigentlich heute anschauen aber uns ist das glueck ein bisschen abhanden gekommen, und das obwohl wir seit torres del paine nen hufeisen mit uns rum tragen. erst musste ich zum arzt, schon in kuala lumpur, weil meine magen darm geschichte ernst wurde und heute, eine woche spaeter, musste lena zum arzt wegen einer eitrig entzuendeten wunde am wadenbein. jetzt bin ich grade durch mit meine antibotika, da hat lena ne volle packung bekommen. die krankenhaeuser sind hier echt der hammer, ich hatte 18 euro umgerechent bezahlt und lena 3 euro, die medizin war in beiden faellen in der rechnung beglichen. wenn ich da an usa zurueck denke, da hatte ich 970 US$ bezahlt und der arzt hatte mich im vorbeilaufen angeschaut und die medikamente musste ich noch extra bezahlen. hier koennte die usa echt noch was lernen von einen vergelichsweise armen land. die medizinische betreueung war echt gut. ok, das war der grund warums keine schildkroeten gab, aber egal.
zwischen kuala lumpur und den islands waren wir im hochland malaysias, den cameron highlands. hier liegt das gemuese, erdbeer und teeparadies des landes. riesige plandagen an denen gehackt, gepflueckt und geschnitten wird ums dann ins ganze land und ueber die landesgrenzen hinaus zu verteilen. bei kurzen kontakten mit den menschen erfahren wir, dass viele arbeiter aus bangladesch stammen, malaysia ist eins der relativ reichsten laender, arbeiten lohnt sich hier.

jetzt sind wir in kota bharu, an der malayischen grenze zu thailand und fahren morgen weiter zum klettern. das wird gut.

drueckt die daumen dass die bilder nicht verloren sind.
LG

Sonntag, 7. Februar 2010

kulturschock

der erste morgen... es ist laut, die haendler in der nebenstrasse rufen in sprachen die uns fremd sind, es ist noch dunkel, im zimmer ist es unangenehm kuehl von der klimaanlage, die sich nicht regulieren laesst. der 24 stunden flug durch zwei naechte und einen tag hatte uns zwar gut schlafen lassen, trotzdem fuehlen wir uns wie geraedert.
wir sind in chinatown in KL (kuala lumpur, malaysia), alles ist fremd, die vertrautheit mit suedamerika ist dahin. auf der strasse schlagen uns gerueche entgegen, die ungewohnte intensitaeten haben. die schwuele luft laesst uns dann doch die klimaanlage wieder vermissen. - kurz: kulturschock.
gluecklicherweise haben wir gleich am ersten abend noch leute getroffen, die uns ein bisschen mit information versorgten. so kam es, dass wir uns gleich einen hinduistischen tempel anschauten, was im zusammenhang mit dem markt die kuturelle veraenderung besiegelte. batu cave ist eine riesige hoehle in der sich mehrere kleinere hinduistsche tempel fuer verschiedene gottheiten befinden. die kalksteinhoehle wuerde auch prima zum klettern funzen, allerdings ist sie ganz in der hand der moenche ;-)
mit der hauptreligion islam, dicht gefolgt von hinduismus, buddismus und irgendwo auch christentum, laesst das strassenbild schon sehr gemischt und bunt anschauen. wundervoll bunte saris und muslimische gewaender neben der europaeischen kleidung der chinesisch- und andersstaemmigen und der touristen. multikulti.
KL ist aber auch wie jede andere grossstadt, nur merkt man hier wie stark malaysia darauf wert legt, dass KL auch wirklich westlichen standart erreichen will. der stolz schwillt ueber wenn es um die petronas twin towers geht, die bis 2003, oder 4 is ja auch egal, die hoechsten gebaeude der welt waren. wir haben in ihrem inneren zwischen den ganzen markenlaeden wie armani und gucci immerhin eine gute photoausstellung gefunden... und nachdem morgens um halb 9 schon alle 1700tickets fuer den sky bridge visit weg waren, haben wir auch das gelassen. dafuer wieder hop on hop off durch die city.
tja, jetzt stehen wir am anfang einer neuen reise und sammeln informationen und unser erstes visa (thailand). aber je mehr informationen  und ideen man kriegt, desto mehr will man auch sehen und  schon scheinen die 4 monate wie eine eine pusteblume...

in diesem sinne "stay tuned"! -
georg und lena

fotos gibtes es jetzt auch fuers erste wieder.




 

  

 

  

 

 




Dienstag, 2. Februar 2010

kurz vor weg und weiter

Ey, Buenos Aires rockt - und macht voll schlank, ganze 20 kilo in 5 min - nagut, ganz so schnell gings dann doch nicht, der ganze Kram musste ja erstmal gepackt und zur Post gebracht werden. In unseren Trekking-rucksaecken herrscht ohne das ganze campingzeug nun gaehnende Leere. Allerdings haben wir nun ja auch wieder das Kletterzeug dabei.
Die letzten Tage hier in BA haben wir sehr genossen und fast wie in Patagonien kanns hier regnen wenn die Sonne scheint, also schonmal was bekanntes. Hier sinds jedoch die Klimaanlagen, die bei der hier herrschenden schwuelen Waerme die Gehwege berregnen - eher weniger angenehm. Die Stadt hat sehr viel Charme, das Gewirr der engen Einbahnstrassen im Zentrum wechselt mit bis zu 14spurigen Prachtstrassen mit herrlichen Baeumen und fuer uns sehr chaotischen Kreuzungen, die alte spanische, italienische und franzoesische Architektur praegt das Stadtbild, die immer volle Fussgaengerzone mit vielen Staenden, die ihre Wahre und Kunst auf Decken feilbieten, um noch den schnellen Pesos zu verdienen, dazu der Handwerkermarkt am Wochenende im Stadtteil San Telmo. Und wies Hauptstaedte so ansich haben, erinnern viele kleine und grosse Parks und Denkmaeler an allerlei wichtiges historisches Personal.
Wir haben uns auch den, nicht nur wegen des Fussballvereins sehr bekannten, Stadtteil La Boca angesehen. Das historische Hafen- und Arbeiterviertel hat seit anbeginn mit viel Farbe und Tangokultur in Buenos Aires von sich reden gemacht. Allerdings findet der Tourist eine scheinbar uebertriebene Renovierung und Bemalung um einen Plaza herum, wies wohl mal gewesen sein soll. Die Farben machen Spass und die wirklich mit viel Liebe gepflegten historischen Kneipen haben flair, aber die Touristenhascherei (kommt essen hier, mit Tangotaenzern fotografieren lassen da) macht dagegen keinen Spass. Wir sind ein paar Strassen weitergelaufen und dann auch mit dem Bus durchgefahren und fuehlten uns garnicht gut, den Menschen von oben herab, aus dem citytourbus, in die Hoefe und Wohnungen zu schauen.
Den Glanz des Tangos, der hier immer und ueberall ein Ausdruck von Freude und Leid gewesen ist, haben wir am meisten spueren koennen, wenn es sich auf dem Markt um eine kleine Flaeche scharrt, mit Musikanten und Taenzern und die porteños (Menschen aus Buenos Aires) oder andere Argentinier in wohl alter und angeborener Manier die Leistung loben und beklatschen. Vieles hat sich wohl aber schon seit langem von der Strasse in die Theater verlagert und ist zu Tangoshows mutiert.
Nach mehrern Runden mit dem hop on and off citybus haben wir dann auch ganz unterschiedliche Stadtteile gesehen und waren ganz typisch essen. Wir glauben, hier kann man sich wohlfuehlen. Auch wenn einem die ewig lauten und stinkenden Busse auf die Nerven gehen und es traurig zu sehen ist, wie Menschen Muellberge durchwuehlen und sortieren muessen, um ein paar Pesos zu verdienen, die vielen Obdachlosen... La Boca und andere aermere Viertel stehen im krassen Gegensatz zu neu und modern gestalteten Vierteln, wie dem alten Hafen.

Unsere 3 Monate hier sind nun leider um. Vieles haben wir nicht gesehen, vieles will noch gesehen werden. Das naechste Mal mit mehr Spanischkenntnissen! Die ganzen hier erlebten eindruecke sind schwer in einen Blogbeitrag zusammenzufassen. Wir denken aber ein schoenes persoenliches Bild von Patagonien bekommen und auch die Mentalitaet der Chilenen und Argentinier erlebet zu haben und zudem Lust auf mehr Suedamerika.

Jetzt muessen erstmal weitaus unbekanntere Kulturen und Religionen verstanden werden. Etwas wird vielleicht leichter: keiner erwartet mehr, dass wir die Landessprache sprechen koennen.

Wir sind ganz gespannt.
Tschuessi, ´s geht weiter.

Sonntag, 31. Januar 2010

ratzfatz nach BA

ueberraschend spannend waren die letzten tage. endlose weite, die viel mehr abwaechslung bot, als uns so viele davor berichteten. eine letzte wanderung in patagonien und fieber, hitze und ein sturm mit stuerzenden baeumen.
von el calafate sind wir dann in den 33-stunden-bus nach el bolson gestiegen, der durch die auf argentinscher seite der anden liegende endlose patagonische pampa ging, auf der legendaeren ruta 40. uns wurde ein flug empfohlen, um nur ja die langeweilige pampa auszulassen, aber auch wenn der flieger nicht viel teurer war kam es fuer uns eigentlich nicht in frage, wollten wir doch die pampa sehen, die auch ein teil patagoniens ist. in den bus eingestiegen wurden wir auch gleich mit einem grossen und weiten sonnenuntergang belohnt. die folgenden auf- und untergaenge der daraufflogenenden tage versuchten diesen noch zu uebertreffen. das so "langweilige weite nichts" wechselte eigentlich staendig sein aussehen und es gab immer wieder dinge zu entdecken, bis hin zu ploetzlich auftauchenden schluchten, in denen oasen einen herrlichen kontrast boten. ich war schon fast traurig machmal so schnell mit dem bus vorbeizufahren. gegen ende waren wir dann aber auch froh aus dem bus raus zu kommen, wir geben es ja zu, zumal auf diese schotterpiste nicht die neusten und bequemsten busse losgelassen werden.
in el bolson angekommen, die herrlichen temperaturen geniessend, schliesslich waren wir zwar schon die ganze zeit im sommer unterwegs, aber auf feuerland waren es immer so um die 10 C, schlenderten wir mit kurzen klamotten durch den beschaulichen ort. am naechsten tag ging es dann weiter zu unserer letzten wanderung, wir merkten aber beide, dass unsere wanderlust erst mal fuer laengere zeit aufgebraucht ist, also meine bestimmt. der rio azul war aber ein schoener abschluss mit seiner 40 meter tiefen schlucht, die so schmal ist, dass man sie oben mit einen schritt ueberqueren koennte, allerdings doch die sehr wacklige bruecke vorzieht. echt beeindruckend, und das klare wasser in diesen massen, eine einladung zum baden, war ein schoener abschluss.
leider bekam ich dann am naechsten tag fieber und mir war unwohl, was meine schlechte trekkingperformance der vortage erklaeren wuerde, denn ich musste ganz schoen arbeiten lena hinterher zu kommen (is ja nicht normal sowas). in der letzten nacht auf dem campingplatz kam das fieber dann aber noch mal richtig und so richtig schlafen konnte ich nicht, also die chemie ran in form von paracetamol 500, dank an lenas mutti, und ich dachte schon nun kann ich wenigstens die letzten vier stunden schlafen, aber leider wurde der wind immer staerker, was die baeume bedaenklich klappern lies. eine halbe stunde spaeter, so nachts um 4 rum, passierte es dann auch fuenf meter von uns entfernt. direkt neben dem zelt unserer nachbarn schlug krachend ein baum ein. zum glueck war nichts passiert, aber an schlaf war jetzt auch nicht mehr zu denken. verunsichert vom wind suchten wir schutz unterm toilettenvordach, lecker, bis der wind drei stunden spaeter nachgelassen hatte,
voellig uebermuedet gings dann in den letzten bus nach buenas aires, in dem wir dann beide sofort in tiefen schlaf fielen.
in BA angekommen hatten wir noch am gleichen abend das glueck eine kleine tango stunde zu bekommen. kennt ihr den moment wenn ihr einem kleinen kind die muehe anerkennen wollt, es aber eigentlich klaeklich war. so ein laecheln wurde mir zuteil, noch nicht in der tango stunde, aber unsere lehrerin lud uns dann den darauffolgeneden abend zu einer tango show ein und der einladung kamen wir auch nach. gegen ende der show wurden dann ein paar personen aus dem publikum von den taenzern aufgefordert. und ja, richtig, ich wurde auch aufgefordert, von meiner lehrerin - ihr koennt euch denken es ging nichts und ich erntete dieses voellig von mitleid motivierte laecheln - schoenen dank. als ob dies nicht genug war wurde lena nach der show von mehreren personen ein gutes koerper und tanz gefuehl bescheinigt, na toll.

fuer alle, die auf bilder hoffen. sorry, aber wir haben uns einen computervirus auf unserer memorycard eingefangen. ich hoffe mal das ich das hin bekomme ohne bilder zu verlieren. aber erst mal koennen wir keine mehr hochladen.

schuessi
lena und georg

Donnerstag, 21. Januar 2010

Feuerland - ein Ende der Welt

Nun laufen uns schon langsam die Tage davon und wir koennen bald nur noch zurueck an Patagonien denken. Aber vieles hielten und halten die letzten Tage noch bereit.
Als wir uns endlich von Punta Arenas losreissen konnten wars wie ein neuer Start, noch einmal los, um unsere Reise hier in Patagonien abzuschliessen. Mit der Faehre haben wir nach Feuerland uebergesetzt, ganz gebannt was uns erwartet bzw wie wir vorankommen wuerden. Fuer alle Faelle Essen fuer ein paar Tage im Gepaeck, man weiss ja nie. Aber auch wenns leicht zaeh war, sind wir aus Porvenier, dem einzigen wirklichen chilenischen Ort auf Feuerland, gut weg gekommen. Unentwegt die vorbeiziehende Landschaft von der Ladeflaeche eines kleinen Lasters betrachtend vergingen 3 Stunden, gefuehlte eineinhalb. Weiter bald bis zur Grenze, und dank einer sechskoepfigen franzoesichen Familie, die jetzt in LaPaz/Bolivien lebt, sogar noch darueber hinaus und -zack- waren wir am Abend dann doch schon in Rio Grande, Argentinien. Untergekommen im Club Nautico, einem Paddelclub, super nett, mit Kueche und Tischtennis in der Bootshalle, witzig.
Weiter nach Ushuaia war hartes Brot. Aus einer grossen Stadt hinaus zu trampen... ueber 3 Stunden, dann endlich ein schweigsamer Lastenfahrer. Die Gegend wandelt sich auf der Fahrt nach Ushuaia, wo uns im Norden noch weite Pampa umgab, zeigt sich ein fliessender Uebergang hin zu bewalteten Huegeln und schliesslich queren wir die Bergkette am Beagle-Kanal und erreichen Ushuaia, die suedlichste Stadt der Welt.
Fuer uns ist hier tatsaechlich der suedlichste Punkt unserer Reise erreicht, unsere Blicke schweifen zwar ueber den Kanal zur Isla Navarino (Chile), und die Gedanken noch weiter nach Kap Horn, aber das ist alles nicht mehr bezahlbar. Vielleicht ein anderes Mal mit eigenem Segelboot... im Hafen liegen grosse und kleine Segler aus aller Welt und ein Schlendern ueber den Steg gibt Einblick in eine noch ganz andere Weise des Reisens.
Wir sind leider etwas planlos in Ushuaia und bis wir eine Idee bekommen was uns hier interessieren koennte haben wir uns leider schon die Spontanitaet verbaut und einen Bus gebucht, der uns auf Umwegen unserem Flieger entgegenbringt.
Wir geniessen die Ruhe Ushuaias auf dem Campingplatz, bestaunen die kleinen bis sehr grossen Allrad-Camper (meine Guete...) und beschliessen, das waer auch nochmal was - also die kleine Variante. hm... Im alten Gefaengnis, dem jetzigen Museum, verbringen wir viel Stunden.
Nun sind wir nach einem laangen Tag im Bus wieder auf dem Festland angekommen. Ein erneuter Stop in El Calafate und der zuvor verpasste Besuch am Perito Moreno Gletscher wird nachgeholt. Ein beeindruckender Gletscher. Wir sehen die Brocken mit Getoese stuerzen und diesmal ist es nicht schlimm, weil es einer der wenigen Gletscher ist die wachsen; alles was im Sommer faellt waechst im Winter noch schneller nach. Allerdings waechst auch hier der Megamassentourismus und so teilen wir das Geschehen mit vielen Menschen und deren Kameras. Wir waren trotzdem begeistert.
Heut abend gehts nun weiter nach Buenos Aires, nur noch ein kleiner Umweg ueber die Ruta 40.

Hier nun die letzten Gruesse aus Patagonien mit Wind und Sonne.
Georg&Lena


oh... Bilder folgen, der Computer will nicht.

Montag, 11. Januar 2010

Torres del Paine

1 kilo schokolade, acht packungen kekse und noch viel mehr essen hatten wir fuer unsere acht bis zehn tage torres del paine rundwanderung mitgenommen. am ende wurde es knapp.
eigentlich hatten wir ja schon die patagonische wettererfahrung gemacht: einfach loswandern und nicht auf gutes wetter warten, da man schon verloren hat, wenn man hier auf stabiles wetter wartet, aber irgendwie, warum auch immer, hatten wir uns diesmal den wetterbericht angschaut: es sollte nur regnen und echt schlecht werden, also hatten wir unseren start einen tag nach hinten verschoben. am eigentlich geplanten tag schien dann aber strahlend die sonne, nur der wind war sehr stark. den fruehen bus hatten wir nun aber verpasst, was uns ein bisschen angenervt hatte. der spaete bus war dann auch noch ne stunde zu spaet, was uns unruhig  machte, weil wir ja auch noch etwas laufen wollten. die busfahrt dauerte drei stunden, aber um sieben uhr abends ging es dann los, der wind hatte auch nachgelassen und motiviert vom ganzen tag warten sind wir auch noch in das campamento las torres raufgelaufen und haben die torres bei sonnenuntergang und wolkenfreien himmel bestaunen koennen. am naechsten morgen sollte unser glueck anhalten, es hatte nur wenig zu gezogen und wir sind puenktlich, 5 uhr fruehs, zum sonnenaufgang wieder am  aussichtspunkt gewesen. unser  fruehes aufstehen hatte sich gelohnt und wir konnten die torres abermals fast wolkenfrei bestaunen, aber dieses mal in herrliches rotes licht getaucht und spaeter mit einen bilderbuch regenbogen ueberstrahlt - fantastisch.
die naechsten, laut voerhersage, regenreichen tage, waren ebenfalls sonnig und machten die wanderung sehr  angenehm. die langen tage nutzten wir und legten manch etappe zu einer zusammen, was uns schon am vierten, an statt am sechsten,  tag den "schlimmen" pass ueberqueren lies. der war aber ganz lieb nur der wind war mal wieder patagonisch umwerfend. der blick vom pass hinab auf dem gigantischen grey gletscher, der sich vom campo de helio sur (das suedliche patagonische eisfeld) ins tal schiebt, war sagenhaft. wir mussten erst mal eine ausgiebige pause machen, um den gletscher zu bestaunen und mehr von unserem essen zu essen, da es ja wie gesagt knapp wurde mit den tagen, um das essen auch aufzuessen. gut gefuettert kamen wir dann im camp direkt an der abbruchkante des gery gletschers an und beschlossen hier einen tag pause zu machen, um noch mehr von den spannenden mometen, wenn der gletscher kalbt (so de fachbergriff ), zu erleben, welche am ersten abend so zahlreich waren. das ist schon echt stark wenn da so krachend und wasserzerstaeubend ein riesen stueck eis in den see stuerzt und die abbruchkante in verschiedenstem blau erscheint. ich weiss, eigentlich sollte es einen in diesem moment die scharmesroete is gesicht treiben da man ja so tatkraeftig an der globalen erwaehrmung mitgewirkt hat - aber macht euch keine sorge es hat laut und kraeftig gekracht und war super, wir (also vorallem ich, georg) haben ueber beide ohren gestrahlt und fand es einen guten ersatz fuer die verpassten silvester knaller. allerdings war dann am naechsten und pausentag nicht so viel los, zu beruhgung aller naturschuetzer, hoffe ich mal. am abend  sind wir dann mit bauschmerzen vom vielen essen eingeschlafen.
am naechsten tag sind wir ins valle del frances, wo zu unserer freude der naechste gletscher wartete und eine lawine krachend nach der anderen ins tal rollte. sehr gut. bis hoch ins nicht so ueberlaufene campamento britanico und im laufschritt rauf auf den pass, um noch mal einen blick auf die torres von der rueckseite zu bekommen. viel zu spaet waren wir leider los und mussten dann im dunklen ins camp zurueck stolpern. aber alles gut.
so voll geladen mit tausen eindruecken, ging es die letzten zwei tage zum bus zurueck und wie sollte es anders sein am letzten tag, dem einzigsten an dem sonne vorhergesagt war, regnete es. patagonia.

was noch vom park geblieben ist:
ein fader beigeschmack. der hohe eintrittspreis, 30 US$, waeren in ordnung, wenn man sehen wuerde dass das geld auch ankommt, aber anstatt das geld in die voellig ueberfuellten camps zu stecken bzw. die wege zukunftsicher, also nachhaltig, anzulegen, versickert das geld sonst wo bzw. laesst riesige lodgeanlagen entstehen. es ist echt schade im ganzen park die errosion zu sehen und manche camps mit oeffentlichen toiletten verwechselt vorzufinden. es kommen viel zu viele leute in den park, die nicht unsere naturfreundliche erfahrung und ein entsprechendes verhalten mitbringen koennen und im moment wird mit der natur kein nachhaltiger tourismus betrieben, der den wachsenden besucherzahlen gerecht wird. vielleicht sollte eine aehnlich komplizierte regulierung wie fuers klettern her, bei der mit permits und anmeldung bzw. begrenzter anzahl von leuten gearbeitet wird, allerdings bringt der park dann nicht mehr so viel kohle ein.
vielleicht gehoert der park ja bald wie dresden zu einem der ehemals geschuetzten UNSECO dinge dieser welt.

in diesem sinne. ich hoffe dass ich mit dem letzten absatz keinen die lust auf einen besuch verdorben habe, es lohnt sich.

lena & georg

silvester im hostel independencia




























die torres del peine














nochmal, mit leichtem regenbogen














sturm auf den pass














sturm auf dem pass














der grey gletscher




























die cuerno felsen im valle del frances