Bangkok – mit bangem Herzen sind wir hier angekommen.Wir hatten ein wenig Angst, dass uns hier alles ueberrollt von der schieren Größe bis hin zu den TukTuks, dass wir uns der aufdringlichen Verkäufer nicht erwehren können und vielleicht sogar gleich wieder weg wollen.
Aber wies so ist, jeder muss sich sein Bild machen und uns gefällt BKK. Nun sind wir schon zwei Tage unterwegs gewesen, haben ewig viele Buddahstatuen betrachten können, in spannenden Garküchen gegessen, vieles nicht gegessen, auf der berühmten Khao San Road um die Preise gefeilscht, konnten immer rechtzeitig oder schon im Keim erstickend -Nein- sagen und haben sogar die Prinzessin Thailands bei einer Zeremonie zum Feiertag beobachten können.
In einem kleinen Rückblick fällt uns aber auf, dass wir ja nur mal kurz geschrieben hatten und dafür wirds hier nun etwas länger ;-)
Unsere Grenzquerung war relativ unspektakulär bis es ans Zugfahren im Süden Thailands ging. Mein erstes Mal nur eine Armlänge von einem Maschinengewehr entfernt - was hat man da für Gedanken als wohlbehütetes Kind seines Landes? Da wir oberflächlich über die Unruhen durch die muslimische Minderheit hier wissen, schleicht sich ein Gedanke ein, dass es vielleicht besser so ist, Gewaltprävention durch großes Show off...? Die meisten Patrollien durch den Zug haben wir dann eh verschlafen.
Achso, Georg erzählt euch dann nochmal von seinem erfolgreichen Bäckereibesuch, erinnert ihn dran.
Bis nach Krabi haben wir uns dann im Fluge weiterversandt und standen am Tage drauf auf dem Strand von Tonsai.
Tonsai hat uns ausgesprochen gut gefallen. Das Klettern ist enorm schön und der Blick einfach nicht von den riesigen Stalaktiten abzuwenden, das Drumherum ist herrlich entspannt, hier lässt sich die Zeit vergessen.
Und das ist uns dann auch aufgefallen, als ausversehen der Kletterführer mal aus den Händen glitt und der Thailand Guide uns gesagt hat: es geht weiter, Leute, gibt noch viel zu sehen. Und so ist unser kurzer (im Gegensatz zu anderen) Aufenthalt demgeschuldet, dass wir ja auf Reise sind, unsere Kletterei gerade mit dem Genießerniveau levelt und damit auch höchst befriedigt ist. Keiner von uns hatte große Projekte und Ziele am Hut, die mit nach Hause gebracht werden mussten. So hieß es nach 10 Tagen Abschied von Tonsai und in einem Rutsch nach BKK.
-ich (georg) muss aber sagen das tonsai nicht nur sonne war, leider wird der muell nicht richtig entsorgt und die felsen waren extrem belagert, das hatte ich noch in keinen abereren klettergebiet erlebt. es hatten auch andere kletterer gesagt die die letzten jahre da waren und gemeint das es sehr voll war und der muell zum problem wird. vielleicht bekommen die leute ja die kurve und es bleibt so ein schoener fleck zum klettern.wie auch immer, es ist schon echt der hammer im sonnenuntergang ueder weissen strand in besten kalkstein seine tour zu punkten, da kann man auch ueber ein paar warteminuten hinwegsehen.-
Unsere Transportmittelfindung unterlag einem uns recht düster erscheinendem Schatten. Viele Berichte über abhanden gekommene Gepäckstücke und in den Gepäckfächern versteckte Menschen, die währnend der Fahrt die Rucksäcke durchschauen, wollten uns den governmental Bus nehmen lassen, ...der aber schon voll war. Wir habens gewagt und einen Touri-privat-bus genommen und im Nachhinein natürlich mit unbegründeter Sorge.
Wir haben gemerkt, dass man sich hier entweder entspannen muss oder hier nicht reisen kann. Eine ewige Paranoia ist ungesund und den allermeisten Menschen tut man unrecht an. Somit arbeiten wir daran die asiatische Art der Touristentransportation gelassen hinzunehmen. Hinzu kommt nämlich noch der Umgangston der spätestens nach dem Bezahlen in höchst unfreundliches Bellen übergeht. Alle Erzählungen über die Freundlichkeit der Asiaten im Kopf, fragt man sich wo man hier gelandet ist. Ich war soo erschrocken und habe überlegt, ob es die Sprachbarriere ist... Aber im Grunde empfindet man sich als zu transportierender Tourist als Ärgernis, zumal man in diesen Bussen unter seines gleichen sitzt und damit in Massen auftritt
Tourist ist mein nächstes Stichwort. Wo wir doch versuchen „Backpacker“ zu sein, gelingt es in Thailand wohl nur schwer etwas anderes als vielleicht noch ein low budget Tourist zu sein. Thailand ist professionell inder Bündelung seiner Touristen und so hoffen wir genügend Raum für unsere individuelle Reise zu finden.
Nun also Bangkok. Kultur, nach viel Natur die wir gesehen und erlebt haben. Paläste und Tempel, die garnicht aufhören zu funkeln. Wir sind gespannt auf unsere Reise nach Norden, in der wir die Königsstädte der Vorzeit besuchen wollen.
- Ahm, was würdet ihr denken, wenn ihr in ein Hotel in Berlin kommt und da steht: Kein Eintritt für Deutsche! Unser Hostel liegt nahe der Khao San Rd und diese Gegend hier in BKK ist quasi von den Touristen der Welt übernommen worden. Außer den Menschen hinter ihren Ständen (es ist das Centrum für billigshopping überhaupt) sieht man hier nur Touristen und die Hotels werben damit, dass keine Thais im Hotel erlaubt sind und möchten damit die Sicherheit für ihre Kunden betonen. Sehr befremdlich und erschreckend, finden wir!-
Wir grüßen euch mit ein paar Photos.
Lena und Georg