1 kilo schokolade, acht packungen kekse und noch viel mehr essen hatten wir fuer unsere acht bis zehn tage torres del paine rundwanderung mitgenommen. am ende wurde es knapp.
eigentlich hatten wir ja schon die patagonische wettererfahrung gemacht: einfach loswandern und nicht auf gutes wetter warten, da man schon verloren hat, wenn man hier auf stabiles wetter wartet, aber irgendwie, warum auch immer, hatten wir uns diesmal den wetterbericht angschaut: es sollte nur regnen und echt schlecht werden, also hatten wir unseren start einen tag nach hinten verschoben. am eigentlich geplanten tag schien dann aber strahlend die sonne, nur der wind war sehr stark. den fruehen bus hatten wir nun aber verpasst, was uns ein bisschen angenervt hatte. der spaete bus war dann auch noch ne stunde zu spaet, was uns unruhig machte, weil wir ja auch noch etwas laufen wollten. die busfahrt dauerte drei stunden, aber um sieben uhr abends ging es dann los, der wind hatte auch nachgelassen und motiviert vom ganzen tag warten sind wir auch noch in das campamento las torres raufgelaufen und haben die torres bei sonnenuntergang und wolkenfreien himmel bestaunen koennen. am naechsten morgen sollte unser glueck anhalten, es hatte nur wenig zu gezogen und wir sind puenktlich, 5 uhr fruehs, zum sonnenaufgang wieder am aussichtspunkt gewesen. unser fruehes aufstehen hatte sich gelohnt und wir konnten die torres abermals fast wolkenfrei bestaunen, aber dieses mal in herrliches rotes licht getaucht und spaeter mit einen bilderbuch regenbogen ueberstrahlt - fantastisch.
die naechsten, laut voerhersage, regenreichen tage, waren ebenfalls sonnig und machten die wanderung sehr angenehm. die langen tage nutzten wir und legten manch etappe zu einer zusammen, was uns schon am vierten, an statt am sechsten, tag den "schlimmen" pass ueberqueren lies. der war aber ganz lieb nur der wind war mal wieder patagonisch umwerfend. der blick vom pass hinab auf dem gigantischen grey gletscher, der sich vom campo de helio sur (das suedliche patagonische eisfeld) ins tal schiebt, war sagenhaft. wir mussten erst mal eine ausgiebige pause machen, um den gletscher zu bestaunen und mehr von unserem essen zu essen, da es ja wie gesagt knapp wurde mit den tagen, um das essen auch aufzuessen. gut gefuettert kamen wir dann im camp direkt an der abbruchkante des gery gletschers an und beschlossen hier einen tag pause zu machen, um noch mehr von den spannenden mometen, wenn der gletscher kalbt (so de fachbergriff ), zu erleben, welche am ersten abend so zahlreich waren. das ist schon echt stark wenn da so krachend und wasserzerstaeubend ein riesen stueck eis in den see stuerzt und die abbruchkante in verschiedenstem blau erscheint. ich weiss, eigentlich sollte es einen in diesem moment die scharmesroete is gesicht treiben da man ja so tatkraeftig an der globalen erwaehrmung mitgewirkt hat - aber macht euch keine sorge es hat laut und kraeftig gekracht und war super, wir (also vorallem ich, georg) haben ueber beide ohren gestrahlt und fand es einen guten ersatz fuer die verpassten silvester knaller. allerdings war dann am naechsten und pausentag nicht so viel los, zu beruhgung aller naturschuetzer, hoffe ich mal. am abend sind wir dann mit bauschmerzen vom vielen essen eingeschlafen.
am naechsten tag sind wir ins valle del frances, wo zu unserer freude der naechste gletscher wartete und eine lawine krachend nach der anderen ins tal rollte. sehr gut. bis hoch ins nicht so ueberlaufene campamento britanico und im laufschritt rauf auf den pass, um noch mal einen blick auf die torres von der rueckseite zu bekommen. viel zu spaet waren wir leider los und mussten dann im dunklen ins camp zurueck stolpern. aber alles gut.
so voll geladen mit tausen eindruecken, ging es die letzten zwei tage zum bus zurueck und wie sollte es anders sein am letzten tag, dem einzigsten an dem sonne vorhergesagt war, regnete es. patagonia.
was noch vom park geblieben ist:
ein fader beigeschmack. der hohe eintrittspreis, 30 US$, waeren in ordnung, wenn man sehen wuerde dass das geld auch ankommt, aber anstatt das geld in die voellig ueberfuellten camps zu stecken bzw. die wege zukunftsicher, also nachhaltig, anzulegen, versickert das geld sonst wo bzw. laesst riesige lodgeanlagen entstehen. es ist echt schade im ganzen park die errosion zu sehen und manche camps mit oeffentlichen toiletten verwechselt vorzufinden. es kommen viel zu viele leute in den park, die nicht unsere naturfreundliche erfahrung und ein entsprechendes verhalten mitbringen koennen und im moment wird mit der natur kein nachhaltiger tourismus betrieben, der den wachsenden besucherzahlen gerecht wird. vielleicht sollte eine aehnlich komplizierte regulierung wie fuers klettern her, bei der mit permits und anmeldung bzw. begrenzter anzahl von leuten gearbeitet wird, allerdings bringt der park dann nicht mehr so viel kohle ein.
vielleicht gehoert der park ja bald wie dresden zu einem der ehemals geschuetzten UNSECO dinge dieser welt.
in diesem sinne. ich hoffe dass ich mit dem letzten absatz keinen die lust auf einen besuch verdorben habe, es lohnt sich.
lena & georg
silvester im hostel independencia
die torres del peine
nochmal, mit leichtem regenbogen
sturm auf den pass
sturm auf dem pass
der grey gletscher
die cuerno felsen im valle del frances
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Hallo Ihr beiden,
AntwortenLöschenIhr schafft es mich, selbst hier, neidisch zu machen ;-). Ja hier, ich schreib Euch mal von woanders ;-) Ihr wisst schon wo ;-)
Ja Licht ist schon die magische Kraft in den Momenten. Das habe ich auch heute erst wieder auf dem Flug gesehen. Ein tiefstehnde Sonne, die die Landschaft in ein magisches Farbenmeer zaubert. Wünsch Euch weiterhin soviel Glück mit dem Wetter!
lg aus dem Norden
Micha
Hi George
AntwortenLöschenSo wie das bei euch klinngt ist das Wetter ja echt sehr wechselhaft. Sollte nicht langsam die Saison fuer das Klettern in Patagonien los gehen? Ich dachte da gibt es recht stabile Schoenwetterphasen.
Dann euch noch viel Spass und viele Gruesse aus dem schoen verschneiten DD
Wenn man Euch so auf den Fotos sieht kann man sich nicht vorstellen, dass Ihr Euch im Hochsommern befindet. Trotzdem scheint es Euch gut zu gehen. Die Fotos sind klasse und ich hoffe, dass wir in den Genuss eines kleinen Vortrages kommen, wenn Ihr wieder... Ups! Woll´n wir ma nich schon davon sprechen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße aus tief verschneitem Taucha
Paps & co
Hey Georg, ich vermiss den Part, wo ihr euch an wackeligen Hooks durch die Nordwand wurschtelt und dann an windigen Eisschrauben Stand macht, um beim Abstieg vom Hauptgipfel noch fast von Autogroßen Blöcken erschlagen zu werden.......
AntwortenLöschenNAja, mir is dieser Alpine Bruchhuber ja och nix, und so scheint ja der Zustieg schon wunderschön gewesen zu sein....
Schön weiter wandern und liebe Grüße vom Frank W. aus DD
Hey chicos. I'm Joan, from Bcn. Still looking for a good translater, I only take a look to the pictures and for some seconds I return there.I hope you still have great fun there.
AntwortenLöschenYour pictures, better than ours. Bye
boh eh, da kriegen selbst wir Fernweh ......... lasst es euch weiter gut gehen und eure Geschichten, Abenteuer lesen wir echt gern ....... also weiter so ... stor klem karosvera
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