Sonntag, 14. März 2010

Neue Ufer - Laos

Uns geht es gut, wir haben uns kein zweites Mal bescheissen lassen und sind wohlbehalten von unserer Tour zurueck. Zu 12t hinten auf einem Pickup auf zum Program: Elefantenreiten, Wandern, Raften und Bamboofloating... Mit unserem Wunsch nach Trekking hatten wir wohl oder uebel ein Tour angenommen, die natuerlich auch alles andere beinhaltete (um die Touren auszulasten werden andere Touren als nicht moeglich angegeben...). Das Reiten war ein schoene Erfahrung. Georg und ich hatten, ganz nach dem Prinzip "mach das Beste draus", unserer Arme als erste oben als nach 2 Freiwilligen gefragt wurde, die auf den Koepfen der Elefanten reiten wollten. Nicht ganz sicher, ob das so gut war, gings auf Richtung Ladeplattform. Die Elefanten, was fuer ein gewaltiger Anblick (schon auf der Fahrt, als wir sie wie Kuehe auf der Weide weiden sahen...), schauten gerade mit ihren Augen ueber den Rand, schickten aber ihre Ruessel voraus, um gleich zu erschnueffeln, ob die Neuen auch Bananen dabei haben. Was fuer ein gewaltiger Muskel sich uns entgegenstreckte und welche Nasenloecher noch dazu..., ohne Banane gabs allerdings auch kein Taetscheln. Dann hiess es aufsteigen, Georg auf den Nacken einer Kuh, bei mir wars ein Maennchen und gluecklicher Weise, doch noch jemand der vor mir sass. Waehrend sich alle anderen an die wenig komfortablen, und sicher nicht an die koeniglichen Saettel erinnernden, Sitze klammerten, wurden wir von den riesigen Schulterblaettern der Tiere hin und her geschubst, bis uns die Idee kam, doch weiter nach vorn zu rutschen und uns hinter den Ohren festzuklemmen und dabei weiter zu versuchen, nicht die borstenartigen Haare beim Haltsuchen zu erwischen. Gedanken zu Tierquaelerei kommen und gehen, diese Tiere jedenfalls leben inzwischen nur noch fuer den Tourismus.
Die Wanderung (Dschungel ist auch nur Wald, besonders in der Trockenzeit) fuert uns in ein 1000 Hoehenmeter hoeher gelegenes Dorf des Lahu-Stammes. Die Aussicht von hier koennte gigantisch sein, aber viel Braende zur jetzigen Trockenzeit machen es unmoeglich weiter als 1 Kilometer zu schauen, schade. In den Doerfern leistet der Toursimus Bund des Landes eine gute Arbeit, wie wir finden. Verschiedene Gruppen uebernachten wohlgetrennt von einander und das Dorf macht einen friedlichen Eindruck. Die alltaegliche Arbeit wird nicht fuer uns unterbrochen, keiner will uns etwas verkaufen, der Ort wirkt gepflegt und man hat nicht das Gefuehl, dass man stoert oder unwillkommen ist. Abends tollen die Kinder bei uns herum und Georg schafft es mit seinem Riesenherz fuer Kinder und seiner Kamera alle zu bannen und es gibt eine kleine Thai-Englisch-Lehrstunde anhand der Bilder auf dem Display, wobei "Lena" zu einer Englischvokabel geworden ist. Die Nacht in einer der Bambushuetten ist hart und kalt (!), wir haben lange nicht gefroren... Der zweite Tag bringt das Raften und Bambooflaoting - spa-annend - low water, sag ich nur, aber ganz witzig.

Auf ein neues! Nun sind wir in -LAOS-.
Die Grenzquerung unproblematisch, der Mekong niedrig, zu niedrig um auf ihm weiter zu reisen, dank an die Chinesen, die einen weiteren Stausee fuellen. So nehmen wir stattdessen den Bus in den Norden. Der VIP Bus siehe Bild. Die Fahrt ist spannend, ein voellig ueberladener Bus, das Gepaeck und die Menschen stapeln sich im Gang und wir sind froh, dass wir Sitzplaetze belegen konnten, denn die Fahrt ist kurvenreich, holperig, heiss und - unendlich. Es wird viel gebaut, die Strasse werden verbessert, wir passieren viele Doerfer mit Bambushuetten, selten Holz- oder Steinhaeuser. Die Gegend ist baeuerlich und wirkt aermlich. Voellig erschlagen kommen wir in Oudomxai an, wo wir unsere neuen Plaene verfeinern wollen. Der Tourismus wird vom DED mit entwickelt und so hoert sich das Tourenangebot in der Gegend sehr gut und ehrlich an.

Georg ist gluecklich, nicht nur war er endlich beim Friseur und hat sich auch den Bart rasieren und Ohrenputzen lassen, sondern es herrscht auch noch Rechtsverkehr - oh freude - endlich kann man sich mal trauen einen Roller zu mieten... ;)

Wir merken deutlich in einem Land der Entwicklungshilfe zu sein. Nach der Aufdringlichkeit der Thailaender in Sachen Tourismus, geniessen wir die etwas scheue Art der Laoten. Vor unserem Hotel steht ein Wagen der Welthungerhilfe und viele Wagen mit Aufklebern verschiedener Foerderprojekte fahren durch den Ort.
Wir freuen uns darauf dieses ruhige Land zu erkunden.

Elefanten- Trekking- Wildwassertour (ohne wildes Wasser)












neue Ufer am Mekong - Laos


unser VIP Bus (Wir haben uns schlapp gelacht ueber die langen Gesichter der anderen Leute. Die dachten sie bekommen so nen richtig schoenen AC BUS mit TV und so.)




Georg: "Ich lass mich nie wieder Rasieren, die hat so geschabt, aua!"

1 Kommentar:

  1. hey ihr lieben...
    wow abenteuer!!
    ich freu mich krass für euch, was ihr alles erlebt..
    so vielfältig und farbenfroh - herrlich!
    ich schau immer mal wieder vorbei...und setzt mich kurz auf lenas schulter..schau drüber, kost mal thai, hör mal zu und denk - jawoll, das fetzt, was die hier machen..
    herzensgrüße aus dem grade sonnigen leipzig,
    eure tascha.

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